Gersfelder bringen Höchstleistung im Allgäu
Deutschlandpokal und Schülercup im Skilanglauf: SKG mit guter Leistung
Fotos: Sandra Helfrich
02.08.2026 / OBERSTDORF -
Der Startschuss für die neue Saison im Deutschlandpokal und Schülercup der Skilangläufer ist gefallen – und das mit einigen Neuerungen. Im Nordic-Zentrum in Oberstdorf testeten die Verantwortlichen am vergangenen Wochenende neue Wettkampfformate, die angesichts sinkender Athletenzahlen und schwieriger Rahmenbedingungen in den Landesverbänden für mehr Spannung und ein vielseitigeres Leistungsprofil sorgen sollen.
Die Anreise der Athleten erfolgte am Freitag. Für die drei Sportlerinnen der SKG Gersfeld stand zunächst ein freies Training auf dem Programm, bei dem Ida Bug, Lina Kirchner und Merle Helfrich die Wettkampfstrecke besichtigen und dort die ersten Rollskirunden drehen konnten.
Gute Ergebnisse für Lina Kirchner und Merle Helfrich
Für Lina und Merle erfolgte der Start der Wettkämpfe am Samstagmorgen, wobei zunächst ein 60-Meter-Sprint in der freien Technik absolviert werden musste. Lina belegte in einem starken Starterfeld hier in der Altersklasse W15 Platz 46. Merle Helfrich konnte sich Platz 4 sichern.Unmittelbar nach dem Sprint erfolgte der Einzelstart für das Distanzrennen. Je nach Altersklasse fand dieser Wettkampf in der freien Technik über verschiedene Streckenlängen statt. Lina musste fünf Kilometer absolvieren und belegte Rang 49. Für Merle standen nur vier Kilometer an. Am Ende belegte sie einen sehr guten 6. Rang und durfte somit an der Siegerehrung am Nachmittag teilnehmen. Ein großer Erfolg für die junge Sportlerin bei ihrem ersten nationalen Einsatz.
Solide Leistung im Eliminationsrennen
Am Nachmittag wurde es spannend für Ida Bug. Im Deutschlandpokal wurde ein Eliminationsrennen ausgetragen, eine ungewohnte Wettkampfart für die Athleten. Nach dem erfolgten Massenstart galt es über mehrere Eliminationsrunden das Rennen zu überstehen. Angepasst an die Größe des Starterfeldes wurden nach jeder Runde über die Distanz von 9,1 Kilometer die letzten Sportler des Feldes aus dem Rennen genommen. Ida konnte sich gut im gesicherten Mittelfeld behaupten und das hohe Tempo mitgehen. Auf der engen Strecke war zudem wichtig, jederzeit aufmerksam zu sein, um Zusammenstöße oder Rempeleien zu vermeiden, um das Sturzrisiko zu minimieren. Ida überstand alle Eliminationen und konnte das Rennen auf einem soliden 19. Platz beenden. In der Altersklassenwertung des Jahrgangs 2009 bedeutete dies sogar Rang 8. "Skirox" als neue Herausforderung
Für den Wettkampftag am Sonntag entschied sich der Deutsche Skiverband für ein Novum und versuchte hierbei, an den neuen HYROX-Fitnesstrend anzuknüpfen: Ein Skirox wurde dafür ins Leben gerufen, der die Teilnehmenden an die Leistungsgrenzen bringen sollte.Auch die Teilnehmer des Deutschlandpokals absolvierten einen Skirox, allerdings kamen für Ida Bug noch zwei Übungen und damit auch zwei Laufrunden hinzu. Sie musste neben den vorgenannten Übungen auch noch einen mit Gewichten beladenen Schlitten ziehen und mit Kugelhanteln eine bestimmte Distanz zurücklegen. Ein zwischenzeitlicher Schauer sorgte zwar für Abkühlung, ließ den Outdoor-Parcours jedoch auch rutschig werden. Auch Ida kämpfte sich tapfer durch die Übungen und die Crosslauf-Runden und belegte in ihrer Wettkampfgruppe einen starken 15. Platz, was wiederum in der Jahrgangswertung 2009 Platz 8 bedeutete.
Positives Fazit nach Ende des Wettkampfs - Öffentliches Interesse leider noch sehr gering
Nur schade, dass das öffentliche Interesse der Zuschauer überschaubar blieb. Es ist und bleibt beachtlich, welches Trainingspensum bereits Jugendliche und junge Erwachsene in den nordischen Sport stecken. Auch die ehrenamtliche Arbeit der Trainer verdient Anerkennung. Sie verdienen mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit, auch wenn der Wintersport in unseren Breiten einen schweren Stand hat.
Der DSV hat gezeigt, dass es auch Alternativen gibt: Rollskisport, eine schnelle Sportart ohne Bremsen am Sportgerät, neue Fitness-Trends, die sich gut in das Wettkampfsystem integrieren lassen und den Athleten ganzheitlich fordern, geben Hoffnung, dass dieser Sport nicht aussterben muss. (pg/pm) +++