Umrundung nicht möglich

Kinzigtalsperre: Staudammweg bis Ende Oktober komplett gesperrt

Kinzigtalsperre: Staudammweg bis Ende Oktober komplett gesperrt
Fotos: Andreas Bejm

02.08.2026 / STEINAU/STR. - Wer in den kommenden Monaten einen Spaziergang oder eine Radtour rund um die Kinzigtalsperre plant, muss sich auf Einschränkungen einstellen. Wie der Wasserverband Kinzig in einer Pressemitteilung mitteilt, bleibt der Weg über den Staudamm aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten voraussichtlich bis Ende Oktober 2026 vollständig gesperrt. Grund für die Sperrung ist die Erneuerung der Asphaltdichtung des Staudamms.



Nachdem das Regierungspräsidium Darmstadt Ende Juni die erforderliche Genehmigung erteilt hatte, konnten die Arbeiten beginnen. Während der Bauzeit kommen schwere Baumaschinen und weitere technische Geräte zum Einsatz. Zudem müssen in einzelnen Bereichen Geländer und Absturzsicherungen vorübergehend entfernt werden.

Achtung in der Nähe der Baustelle!

Der Wasserverband warnt eindringlich davor, die eingerichteten Absperrungen zu missachten. Das Betreten des Baustellenbereichs sei lebensgefährlich. Auch dann, wenn zeitweise keine Arbeiten stattfinden, dürften Absperrungen keinesfalls umgangen oder geöffnet werden.

Für Besucher bedeutet die Sperrung, dass eine vollständige Umrundung des Stausees bis zum Abschluss der Bauarbeiten nicht möglich ist. Der Verband empfiehlt daher, Ausflüge entsprechend zu planen und ausschließlich die freigegebenen Wege zu nutzen.

Auch die Ardeas-Seenwelt bleibt von den Arbeiten nicht verschont. Für die Sanierung wird der Wasserstand des Stausees planmäßig um etwa 3,50 Meter abgesenkt. Dadurch kann die Wasserfläche unter anderem für den Tretbootverleih vorübergehend nicht genutzt werden. Nach Angaben des Wasserverbands steht der derzeit niedrige Wasserstand jedoch nicht im Zusammenhang mit der anhaltenden Trockenheit, sondern ist ausschließlich auf die notwendige Absenkung für die Bauarbeiten zurückzuführen.

Die Sanierung ist nach Angaben des Wasserverbands erforderlich, weil der südliche Abschnitt der Asphaltdichtung nach rund 47 Betriebsjahren seine Nutzungsgrenze erreicht hat. Der nördliche Bereich war bereits 2014 erneuert worden.

Rund drei Millionen Euro investiert der Wasserverband Kinzig in die Maßnahme. Mit modernen Materialien und Bauverfahren sollen die Betriebssicherheit und Lebensdauer der Kinzigtalsperre langfristig verbessert werden. Trotz der Bauarbeiten wird die Talsperre ihre Aufgaben im Hochwasserschutz und bei der Niedrigwasseraufhöhung während der gesamten Bauzeit uneingeschränkt erfüllen. (Andreas Bejm) +++

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