Ansturm auf Europas Außengrenze
1500 Migranten erreichen Ceuta: Droht jetzt eine neue Route nach Deutschland?
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31.07.2026 / CEUTA/REGION -
Mehr als 1500 Migranten innerhalb nur einer Woche, viele von ihnen schwimmend - und zuletzt erneut Hunderte Menschen binnen weniger Stunden: Die Lage in der spanischen Exklave Ceuta verschärft sich. Nun wächst auch in Deutschland die Sorge, dass sich eine neue Migrationsroute über Spanien und Frankreich entwickeln könnte.
Ceutas Regionalpräsident Juan Jesús Vivas fordert von der spanischen Zentralregierung bereits die Ausrufung des Notstands aus Gründen der nationalen Sicherheit. Ob ein größerer Teil der in Ceuta angekommenen Menschen tatsächlich nach Mitteleuropa und weiter nach Deutschland reisen wird, ist bislang allerdings offen.
Sorge vor Weiterreise nach Deutschland
Ceuta liegt an der nordafrikanischen Küste, gehört aber zu Spanien und damit zur Europäischen Union. Nach der Ankunft in der Exklave könnten Migranten zunächst auf das spanische Festland und anschließend über Frankreich weiterreisen. In der deutschen Politik werden deshalb Forderungen nach frühzeitigen Gegenmaßnahmen laut. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Günter Krings, drängt auf ein gemeinsames Vorgehen der europäischen Staaten.CDU kritisiert spanische Legalisierungspläne
Kritisch sieht Krings zudem den spanischen Umgang mit Menschen, die ohne gültige Einreisepapiere in das Land gelangt sind. Die geplante Legalisierung des Aufenthalts von rund 500.000 Menschen könne aus seiner Sicht zusätzliche Anreize für weitere unerlaubte Grenzübertritte schaffen. Die Folgen könnten sich demnach nicht auf Spanien beschränken, sondern auch andere europäische Staaten treffen.Mehr unerlaubte Einreisen im Westen
Der Jahresbericht 2025 der Bundespolizei zeigt bereits eine Verschiebung der Einreiserouten. Zwar ging die Gesamtzahl der festgestellten unerlaubten Einreisen um 25 Prozent auf 62.959 Fälle zurück. An mehreren westlichen Grenzen stiegen die Zahlen jedoch. An der Grenze zu Polen registrierte die Bundespolizei rund 50 Prozent weniger unerlaubte Einreisen. An der niederländischen Grenze nahm die Zahl hingegen um 57 Prozent zu.Migranten und Schleuser könnten nun verstärkt auf Strecken über West- und Südwesteuropa ausweichen. Ob die Ereignisse in Ceuta diesen Trend weiter verstärken, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Unter den 2025 unerlaubt nach Deutschland eingereisten Menschen waren Staatsangehörige aus der Ukraine, Afghanistan, Syrien und der Türkei am stärksten vertreten. Die Zahl der ermittelten Schleuser blieb mit 1.626 Fällen nahezu unverändert. Dies deutet darauf hin, dass kriminelle Netzwerke ihre Wege an bestehende Kontrollen anpassen. (Constantin von Butler) +++
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