Funkenflug bei Gleisarbeiten
Sechs Hektar in Flammen: Löste ein Trennschleifer den Brand aus?
Foto: Feuerwehr Nidderau
31.07.2026 / NIDDERAU -
Flammen auf einer Fläche von rund sechs Hektar, beschädigte Gleise und ein von der Hitze getroffenes Auto: Zwischen Nidderau-Heldenbergen (Main-Kinzig-Kreis) und Niddatal-Kaichen ist am Donnerstagabend ein größerer Flächenbrand ausgebrochen. Nun prüft die Kriminalpolizei, ob Bauarbeiten an der Bahnstrecke das Feuer ausgelöst haben könnten.
Gegen 17:30 Uhr war der Brand im Bereich der B45 über die Rettungsleitstelle gemeldet worden. Die Flammen breiteten sich vor allem auf einem bereits abgeernteten Getreidefeld aus.
Feuer greift auf Böschung und Gleise über
Neben dem Stoppelfeld wurden auch die Böschung entlang der Bundesstraße, fünf Jungbäume und ein Teil der Schienenanlage beschädigt. Ein im Gefahrenbereich abgestelltes Auto wurde durch die enorme Hitze ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei schätzt den entstandenen Gesamtschaden vorläufig auf rund 30.000 Euro. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Arbeiter setzten offenbar Trennschleifer ein
Nach den ersten Ermittlungen fanden zum Zeitpunkt des Brandausbruchs Arbeiten an den Gleisen statt. Dabei sollen Arbeiter auch einen Trennschleifer eingesetzt haben. Wegen der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen könnte Funkenflug das angrenzende Stoppelfeld entzündet haben. Ob die Bauarbeiten tatsächlich für das Feuer verantwortlich waren, ist bislang jedoch nicht geklärt.Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Die Feuerwehr konnte den Flächenbrand gegen 19:30 Uhr unter Kontrolle bringen. Anschließend waren noch weitere Nachlöscharbeiten erforderlich, um verbliebene Glutnester zu beseitigen. (Constantin von Butler/pm) +++
Symbolbild: O|N
Symbolbild: O|N