Bedürftige Gebiete fördern

Knapp 52.000 Euro gehen aus dem Vogelsberg an "Brot für die Welt"

Beauty Nyathi (45), Gracious Mujuma (42) und Sihle Hahlani (31) gehen durch karge, trockene Landschaft zum nahegelegenen Fluss. Sie lernen und unterstützen sich gegenseitig. Durch MeDRAs Arbeit hat sich ihr Leben merklich verbessert.
Foto: Kathrin Harms/Brot für die Welt / Objektnummer: MeDRA Simbabwe Harms 027

30.07.2026 / FRANKFURT/ALSFELD - Gemeinnützige Organisationen setzen sich Tag für Tag dafür ein, dass die Menschen, die nicht so viel haben - eine dieser Institutionen ist "Brot für die Welt". Sie haben im vergangenen Jahr insgesamt 5.617.139 Euro aus dem Bereich der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau erhalten. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus in Höhe von fast 13 Prozent. Die Kollekten aus dem Kirchengebiet an Erntedank und Heiligabend betrugen 1.458.007,55 Euro und sind damit nahezu stabil geblieben.



Die Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesucher im Dekanat Vogelsberg sind mit insgesamt 51.904,97 Euro am guten Ergebnis ihrer Landeskirche beteiligt. An Erntedank legten sie 11.476,76 Euro in die Kollektenkasse. An Heiligabend waren es 40.428,21 Euro.

Claudia Hadj Said ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit von "Brot für die Welt" in Hessen und Nassau sowie Kurhessen-Waldeck und bedankt sich bei allen Mitwirkenden: "Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer für ihre Spenden an Brot für die Welt. Besonders jetzt, da in Deutschland und international bei der Entwicklungszusammenarbeit gekürzt wird, ist jede Spende ein wichtiges Signal."

Für das Evangelische Dekanat Vogelsberg dankt Dekanin Dr. Dorette Seibert den Spenderinnen und Spendern. "Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen auch bei uns mit Unsicherheiten und steigenden Belastungen umgehen müssen, ist diese Spendenbereitschaft alles andere als selbstverständlich. Umso mehr freue ich mich darüber, dass so viele Menschen im Vogelsberg Verantwortung für diejenigen übernehmen, die weltweit unter Armut, Hunger und den Folgen von Krisen leiden. Dafür danke ich von Herzen."

Fast 342 Millionen Euro zur Verfügung

Insgesamt standen dem Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für seine Arbeit 341,7 Millionen Euro zur Verfügung. Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr weltweit rund 3.000 Projekte gefördert. Regionale Schwerpunkte waren wieder Afrika und Asien. Rund 89,8 Prozent der verwendeten Mittel, 293,9 Millionen Euro, hat Brot für die Welt für die Programmarbeit ausgegeben. Im Fokus der Arbeit lagen Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden rund 10,2 Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als angemessen.

Die Kürzungen der Bundesregierung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zeigen sich noch nicht in den zur Verfügung gestellten Mitteln im vergangenen Jahr. Trotzdem schränken die angekündigten Kürzungen schon jetzt die langfristige Arbeit des Werkes ein, da weniger neue Partner gefördert werden können und Projekte weltweit auslaufen werden.

Brot für die Welt setzt sich als Nichtregierungsorganisation und Werk der evangelischen Kirchen für globale Gerechtigkeit, Frieden und Bildung sowie gegen Hunger und Armut ein. Gemeinsam mit mehr als 1.600 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in 77 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern. (pg/pm) +++

Die Freundinnen Beauty Nyathi (45), Gracious Mujuma (42) und Sihle Hahlani (31) am Fluss Chiurayi. Hier haben sie früher Wasser geholt. Durch MeDRAs Arbeit (BfdW-Partnerorganisation) hat sich ihr Leben sehr verbessert. Sie lernen und unterstützen sich gegenseitig.
Foto: Kathrin Harms/Brot für die Welt / Objektnummer: MeDRA_Simbabwe_Harms_029

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