Der Fluchtweg ist nun bekannt

IS-Bekennervideo auf Handy des CSD-Attentäters entdeckt

Mantrailer-Hunde zeichneten den mutmaßlichen Fluchtweg des Attentäters durch die Berliner Innenstadt nach.
Foto: Orator, BrandenburgerTornachAnschlagaufCSDBerlin2026, CC BY-SA 4.0

28.07.2026 / BERLIN - Ein Bekennervideo zur Terrororganisation "Islamischer Staat", eine Machetenscheide im Tatfahrzeug - und von der dazugehörigen Waffe fehlt weiterhin jede Spur: Nach dem tödlichen Anschlag im Umfeld des Berliner Christopher Street Days sind neue Details zu den Ermittlungen bekannt geworden. Auf dem Mobiltelefon des später von Spezialkräften erschossenen Abdul B. soll sich nach BILD-Informationen ein am Tattag aufgenommenes Video befinden.



Das Handy sei im weißen Transporter entdeckt worden, mit dem der 21-Jährige am Samstag (25.07.) durch den Großen Tiergarten gefahren sein soll. In der Aufnahme habe sich Abdul B. zur Terrororganisation "Islamischer Staat" bekannt. BILD beruft sich dabei auf Sicherheitskreise.

Handy offenbar im Tatfahrzeug zurückgelassen

Warum das Mobiltelefon im Transporter zurückblieb, ist bislang unklar. Möglicherweise verlor der Mann das Gerät beim Aufprall des Fahrzeugs. Abdul B. soll kurz vor 22 Uhr mit dem Transporter durch den Tiergarten gefahren sein. Eine 65 Jahre alte Polin kam dabei ums Leben, 31 weitere Menschen wurden nach den vorliegenden Informationen teilweise lebensbedrohlich verletzt.

Nach der Tat flüchtete der 21-Jährige zu Fuß. Am Sonntagabend wurde er von Kräften eines Spezialeinsatzkommandos in einer Gartenlaube in Berlin-Spandau erschossen, nachdem er die Beamten angegriffen haben soll.

Machetenscheide im Transporter gefunden

Neben dem Mobiltelefon stellten die Ermittler dem Bericht zufolge im gemieteten Transporter auch eine Machetenscheide sicher. Die dazugehörige Waffe wurde bislang jedoch nicht gefunden. Es wird vermutet, dass Abdul B. die Machete während seiner Flucht entsorgt haben könnte. Wo sie sich befindet, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Mantrailer-Hunde der Polizei sollen inzwischen Teile des mutmaßlichen Fluchtwegs nachvollzogen haben. Demnach führte die Strecke vom Großen Tiergarten über die Straße des 17. Juni und den Platz des 18. März am Brandenburger Tor. Anschließend soll Abdul B. über den Friedrich-Ebert-Platz am Reichstag bis zum Bahnhof Friedrichstraße gelaufen sein. Auf dieser Strecke befanden sich auch nach der Attacke noch Tausende Besucher des Christopher Street Days. Vom Bahnhof Friedrichstraße aus könnte der 21-Jährige anschließend nach Spandau gefahren sein. Dort endete die Fahndung am folgenden Abend mit dem tödlichen Zugriff durch das Spezialeinsatzkommando. (Constantin von Butler) +++

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