Hitze kennt kein Alter
Jung sein schützt nicht vor Hitze: Mehr Hitze-Notfälle in Notaufnahmen
Foto: Main-Kinzig-Kreis
28.07.2026 / KREIS MKK -
Freibad, Badesee, Festival oder Sportplatz: Für viele junge Menschen gehören Aktivitäten im Freien zu den Sommerferien dazu. Doch gerade bei anhaltender Hitze kann das gesundheitliche Folgen haben. Nach dem außergewöhnlich heißen Wochenende Ende Juni mit Temperaturen von rund 40 Grad verzeichneten die Krankenhäuser im Main-Kinzig-Kreis ungewöhnlich viele jüngere Patientinnen und Patienten mit hitzebedingten Beschwerden in ihren Notaufnahmen. In den kommenden Tagen wird das Thermometer wieder deutlich über 30 Grad im Schatten steigen und auch "tropische Nächte" sind zu erwarten.
"Viele verbinden gesundheitliche Risiken durch Hitze in erster Linie mit älteren Menschen. Die Erfahrungen der vergangenen Tage zeigen jedoch deutlich, dass auch junge und grundsätzlich gesunde Menschen durch extreme Temperaturen ernsthafte gesundheitliche Probleme entwickeln können", erklärt Dr. Wolfgang Lenz, Leiter des Amtes für Gesundheit und Gefahrenabwehr.
Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr empfiehlt deshalb auch jüngeren Menschen, ihr Verhalten an heißen Tagen anzupassen:
- bereits über den Tag verteilt ausreichend trinken – nicht erst, wenn Durst auftritt
- Alkohol möglichst vermeiden und koffeinhaltige oder stark zuckerhaltige Getränke nur in Maßen konsumieren
- sportliche Aktivitäten und körperlich anstrengende Arbeiten möglichst in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegen
- direkte Sonneneinstrahlung insbesondere zwischen 11 und 17 Uhr meiden
- leichte Kleidung und Kopfbedeckung tragen sowie Sonnenschutz verwenden
- leichte Mahlzeiten bevorzugen und auf eine ausreichende Zufuhr von Elektrolyten achten
- Freundinnen, Freunde und Mitreisende im Blick behalten – insbesondere bei Festivals, Sportveranstaltungen oder längeren Aufenthalten im Freien.
Mit Blick auf den Klimawandel werden Hitzewellen künftig häufiger, länger und intensiver auftreten. Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, die Gefahren extremer Temperaturen ernst zu nehmen – unabhängig vom Alter. Weitere Informationen finden sich gebündelt auf der Internetseite des Kreises, www.mkk.de ("Hitzeschutz"). Auch die Rathäuser vor Ort bieten Informationen und Hinweise, wo und wie man sich Abkühlung verschaffen kann. Weitere Informationen erhält man zudem beim Hitzetelefon des Amtes für Gesundheit und Gefahrenabwehr unter der Telefonnummer 06051 8514600. (jk) +++