Rüttelpiste wird glatt
Schluss mit Schlaglöchern und Pfützen: 724.000 Euro für neuen Radweg
Foto: Main-Kinzig-Kreis
28.07.2026 / LANGENSELBOLD -
Pfützen-Slalom bei Regen, ein Rüttelparcours bei Trockenheit und tiefgründiger Split an der Kinzigbrücke: Der Radweg zwischen Langenselbold und Niederrodenbach (Main-Kinzig-Kreis) war bislang alles andere als komfortabel. Nun wird die 1,2 Kilometer lange Strecke grundlegend ausgebaut und mit einer Asphaltdecke versehen.
Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Jannik Marquart gaben gemeinsam mit Langenselbolds Bürgermeister Wolfgang Rittershauß und weiteren Beteiligten beim offiziellen Spatenstich den Startschuss.
Schlaglöcher und Wurzelhebungen verschwinden
In den kommenden Wochen sollen Risse, Schlaglöcher und Wurzelhebungen beseitigt werden. Der Weg wird nach den hessischen Richtlinien für Rad- und Fußwege ausgebaut und vollständig asphaltiert. Davon sollen nicht nur Radfahrer profitieren. Auch Menschen, die mit einem Rollator oder Rollstuhl unterwegs sind, sollen die Verbindung künftig sicherer und komfortabler nutzen können."Unser Ziel ist es, das Radfahren für alle Bürgerinnen und Bürger attraktiver und sicherer zu machen. Deshalb unterstützt der Main-Kinzig-Kreis den Ausbau einer leistungsfähigen Radverkehrsinfrastruktur aktiv", betonte Landrat Thorsten Stolz.
Strecke gehört teilweise zum Fernradweg R3
Der betroffene Abschnitt verläuft durch die Gemarkungen von Langenselbold, Rodenbach und Erlensee. Ein Teil der Verbindung gehört zudem zum Fernradweg R3. Kreisbeigeordneter Jannik Marquart sieht in dem Ausbau deshalb nicht nur eine Verbesserung für Pendler und den täglichen Radverkehr.Auch Bürgermeister Wolfgang Rittershauß begrüßt den Baustart: "Mit dem offiziellen Spatenstich beginnt ein bedeutendes Infrastrukturprojekt für unsere Region. Der neue Radweg zwischen Langenselbold und Niederrodenbach leistet einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren und nachhaltigen Mobilität und stärkt die Verbindung unserer Kommunen."
Land übernimmt Großteil der Kosten
Das Projekt kostet insgesamt rund 724.000 Euro. Das Land Hessen unterstützt den Ausbau über Hessen Mobil mit rund 538.000 Euro. Der Main-Kinzig-Kreis übernimmt die Hälfte der verbleibenden förderfähigen Kosten und beteiligt sich mit 86.950 Euro. Erlensee, Langenselbold und Rodenbach teilen sich die restlichen Ausgaben entsprechend ihrer jeweiligen Streckenanteile. Für die Zusammenarbeit haben die drei Kommunen einen Kooperationsvertrag geschlossen. Die Federführung liegt bei der Stadt Langenselbold.Drei Kommunen stemmen Projekt gemeinsam
Marquart betonte, dass nicht immer komplett neue Wege gebaut werden müssten, um den Radverkehr zu verbessern. "Nicht immer braucht es einen neuen Radweg. Oft lässt sich viel erreichen, wenn wir bestehende Strecken ausbauen. Genau das machen wir hier. Dass drei Kommunen, der Kreis und das Land dieses Projekt gemeinsam stemmen, ist ein gutes Beispiel dafür, wie solche Projekte gelingen", so Jannik Marquart. (pm/Constantin von Butler) +++Symbolbilder: Pixabay