Kokain, Haschisch und Marihuana
Drogendeals durch FBI-Messenger aufgeflogen? 38-Jähriger vor Gericht
Fotos: Philipp Gerhard
28.07.2026 / FULDA -
Derzeit muss sich ein 38-jähriger Bad Hersfelder mit deutscher Staatsangehörigkeit vor dem Fuldaer Landgericht verantworten, weil er mithilfe eines vom FBI platzierten Kryptomessengerdienstes illegal mit Betäubungsmitteln gehandelt haben soll. Es soll sich hierbei um vier Kilogramm Kokain, 500 Gramm Marihuana und zwei Kilogramm Haschisch handeln. Am Montagvormittag wurde zu diesem Fall die Anklage verlesen - daraus ging hervor, dass der Angeklagte wissentlich größere Mengen von Betäubungsmitteln über den Messenger gekauft und verkauft haben soll.
Der Angeklagte befindet sich derzeit wegen eines anderen Falls in Haft - 2023 wurde er zu fünf Jahren und sieben Monaten verurteilt, da er an einem Schmuggel von 37 Kilogramm Kokain im Bremer Containerhafen beteiligt war (OSTHESSEN|NEWS berichtete hierüber). Nun steht der heute 38-Jährige wegen eines weiteren Falls vor Gericht.
Antrag auf Aussetzung des Verfahrens abgelehnt
Die vorsitzende Richterin lehnte den Antrag ab. Trotz der Zweifel an der Glaubwürdigkeit und Verwertbarkeit der Daten solcher Messengerdienste seien diese Chats verwendbare Beweise. Auch das Bundesverfassungsgericht entschied im vergangenen Jahr, dass die Daten aus den Chats verwertbar seien.
Polizeibeamter hörte bei Gesprächen über Messengerdienst mit
Aufgrund der großen Menge an zu lesendem Beweismaterial, wie Chat-Auszügen, wurde ein sogenanntes Selbstleseverfahren angeordnet. Das Urteil zu diesem Fall steht derzeit noch aus. (pg) +++