Rund 80 Kräfte im Einsatz

Ballenpresse ausgebrannt - drei Hektar Feld in Flammen

Das mit der anhaltenden Hitze verbundene trockene Wetter bringt aktuell einen Brandeinsatz nach dem nächsten - so auch am Sonntagnachmittag in Ebersburg (Rhön).
Fotos: Justin Klenner

27.07.2026 / EBERSBURG (RHÖN) - Die anhaltende Trockenheit und die Hitze der vergangenen Wochen haben am Wochenende gleich mehrere Feuerwehreinsätze ausgelöst - am Sonntagnachmittag auch in der Gemeinde Ebersburg in der Rhön. Auf einem Feld nahe der bayerischen Landesgrenze geriet eine Ballenpresse in Brand, durch starken Wind griffen die Flammen rasch auf einen angrenzenden Grün- und Waldstreifen über. Am Ende standen rund drei Hektar Fläche in Flammen.



Alarmiert wurde die Feuerwehr Ebersburg zunächst mit dem Stichwort "F LKW" für einen Flächenbrand. Vor Ort zeigte sich schnell, dass der Wind das Feuer bereits in den Wald getragen hatte. "Die Löschmaßnahmen konzentrierten sich erst einmal auf die Bekämpfung im Wald, um die Brandausbreitung zu verhindern", erklärte David Hasenauer, stellvertretender Kreisbrandinspektor des Landkreises Fulda, der als diensthabender Brandschutzaufsichtsdienst an der Einsatzstelle war. Erst mit weiteren nachrückenden Kräften aus umliegenden Gemeinden sowie dem Tanklöschfahrzeug aus Fulda konnte die brennende Ballenpresse selbst gelöscht werden.

Für die Einsatzkräfte war es ein kräftezehrender Nachmittag: Bei Temperaturen um die 30 Grad wehte der starke Wind Rauch und Staub über das Ackerfeld, sodass die Helfer teils mit FFP2-Masken, teils mit schwerem Atemschutz arbeiten mussten. Insgesamt waren 83 Einsatzkräfte sowie eine Besatzung des Rettungsdienstes im Einsatz, auch Landwirte unterstützten die Löscharbeiten. Eine Feuerwehrfrau musste medizinisch behandelt werden.

Mehrere Einsätze binnen nur 48 Stunden - wie brenzlig ist die Lage?

Der Einsatz reiht sich in eine ganze Serie von Vegetationsbränden ein. Grund für die Häufung ist die zweithöchste Waldbrandwarnstufe, die im Landkreis Fulda derzeit gilt - seit Wochen fehlt nennenswerter Niederschlag. "Flächen- und Waldbrände sind gerade durch die Ereignisse in Spanien und Frankreich medial sehr präsent. Diese Situation haben wir in Deutschland zum Glück nicht", so Hasenauer. Dennoch fordere das aktuelle Wetter die heimischen Feuerwehren spürbar.

Am Sonntagabend war das Feuer unter Kontrolle, die Nacharbeiten waren nahezu abgeschlossen. Zur Kontrolle sollen noch Wärmebildkameras zum Einsatz kommen, bevor die Einsatzstelle an den Eigentümer übergeben wird. Auf Regen darf dabei vorerst nicht gehofft werden: Nach aktueller Prognose des Deutschen Wetterdienstes bleibt es diese Woche trocken, die Temperaturen klettern wieder über 30 Grad - die Lage dürfte sich damit eher verschärfen als entspannen.

Die ausgebrannte Ballenpresse bleibt derweil zunächst auf dem Feld stehen. Mit einem Gewicht von rund 12 Tonnen lässt sie sich nicht einfach abtransportieren - für deren Entsorgung ist nicht die Feuerwehr, sondern der Eigentümer selbst zuständig. (mmb) +++

X