Schwierige Wasserversorgung
10.000 Quadratmeter in Flammen: 160 Einsatzkräfte kämpfen gegen Waldbrand
Fotos: Hans-Hubertus Braune und Marvin Myketin
27.07.2026 / OTTRAU/BREITENBACH/H. -
Die Feuerwehr Alsfeld und die Einsatzkräfte aus dem Stadtteil Lingelbach waren nach Angaben von Marcell Büttner, Kreisbrandinspektor des Vogelsbergkreises, gegen 11.20 Uhr unter dem Stichwort "F Wald 1" alarmiert worden. Noch während der Anfahrt habe der Einsatzleiter weitere Tanklöschfahrzeuge angefordert und das Einsatzstichwort auf "F Wald 2" erhöht.
160 Einsatzkräfte kämpfen gegen den Waldbrand
An der Brandbekämpfung waren nach Angaben des Kreisbrandinspektors rund 160 Einsatzkräfte beteiligt. Neben zahlreichen Einheiten aus dem Vogelsbergkreis waren auch Kräfte aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg vor Ort. Im Vogelsbergkreis wurden drei Katastrophenschutzzüge alarmiert. Auch die Führungsgruppe des Landkreises war mit einem Einsatzleitwagen 2 an der Brandstelle vertreten. Zudem machte sich Landrat Dr. Jens Mischak am Sonntagnachmittag ein Bild von der Lage vor Ort. Brandstelle tief im Wald nur schwer zu finden
Eine besondere Herausforderung stellte die abgelegene Lage der Brandstelle dar. "Die Örtlichkeit war ziemlich schwer zu finden. Wir mussten tief in den Wald hinein, um überhaupt die Fläche zu finden, wo es wirklich brannte", schilderte Büttner.Zwischenzeitlich breiteten sich die Flammen in Richtung eines Windrades aus. Kurz davor sei das Feuer jedoch zum Stillstand gekommen. Auch der Wind erschwerte die Löscharbeiten. Dieser könne jederzeit dafür sorgen, dass sich ein Waldbrand weiter ausbreite. "Durch das schnelle Eingreifen auf beiden Flanken der zuvor alarmierten Kräfte haben wir das schnell in den Griff bekommen", sagte der Kreisbrandinspektor.
Aufwendige Wasserversorgung über lange Strecken
Die Feuerwehr Alsfeld baute zunächst eine Löschwasserversorgung auf. Unterstützung kam unter anderem von zahlreichen Löschzügen aus dem Vogelsbergkreis und dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Waldboden muss vollständig umgegraben werden
Obwohl der offene Brand mittlerweile unter Kontrolle ist, dauern die Nachlöscharbeiten weiter an. "Im Endeffekt müssen wir diesen gesamten Waldboden umgraben", erklärte Büttner. Glutnester könnten sich tief unter der Oberfläche verbergen und das Feuer erneut entfachen.Eine Drohne liefert den Einsatzkräften Wärmebilder aus der Luft. Auf diese Weise sollen auch versteckte Glutnester erkannt werden. Anschließend müssen die Kräfte bis in die tieferen Erdschichten vordringen und die betroffenen Stellen vollständig ablöschen.
Zur Ursache des Feuers liegen bislang keine gesicherten Informationen vor. Eine Rundfunkwarnmeldung wurde ausgelöst. Nach Einschätzung des Kreisbrandinspektors werden die Einsatzkräfte voraussichtlich bis zur Dunkelheit mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt sein. (Constantin von Butler) +++