Hoher Besuch im Azubikampus
Ministerin Hofmann übergibt Fördersumme für das Projekt NEXT GEN DIGITAL
Fotos: Felix Weigl
23.07.2026 / FULDA -
Fake News, Künstliche Intelligenz, Datenschutz und der verantwortungsvolle Umgang mit sozialen Medien gehören längst zu unserem Alltag – in Schule und Ausbildung kommen diese Themen jedoch häufig zu kurz. Genau hier setzt das neue Bildungsprojekt NEXT GEN DIGITAL des Kolpingwerks Diözesanverband Fulda an. Das Land Hessen fördert die Initiative im Rahmen des Programms "Medienbildung in der außerschulischen Jugendbildung". Den Förderbescheid über mehr als 15.000 Euro jährlich überreichte Ministerin Heike Hofmann (SPD) am Mittwoch persönlich im pings Azubikampus in Fulda.
Datenschutz, Social Media, KI
NEXT GEN DIGITAL richtet sich an 15- bis 27-Jährige und vermittelt in mehreren Workshops Kompetenzen, die im Berufsleben zunehmend gefragt sind – von Datenschutz über Social-Media bis zum reflektierten Einsatz von KI. Für Thomas Vogler, Geschäftsführer des Kolpingwerks Diözesanverband Fulda und des dort ansässigen pings Azubikampus, geht es dabei um weit mehr als technische Fähigkeiten. "Digitalisierung eröffne viele Chancen, bringe aber auch Herausforderungen wie Einsamkeit, Desinformation und Unsicherheiten im Umgang mit digitalen Medien mit sich. Ziel sei es deshalb, jungen Menschen Orientierung zu geben und sie zugleich zu Multiplikatoren auszubilden, die ihr Wissen in Betriebe und Einrichtungen weitertragen", erklärt Vogler.Für den Fuldaer Landtagsabgeordneten Thomas Hering (CDU) ist der Azubikampus inzwischen zu einem wichtigen Baustein gegen den Fachkräftemangel geworden. "Lange habe es zwar studentisches Wohnen gegeben, vergleichbare Angebote für Auszubildende jedoch kaum. Mit dem Campus hier ist diese Lücke geschlossen worden", so Hering. Auch die ehemalige Ebersburger Bürgermeisterin und Kolping-Diözesanvorsitzende Brigitte Kram, die mit vor Ort war, sieht im pings Azubikampus einen entscheidenden Standortvorteil für die Region. "Viele Unternehmen finden heute Auszubildende – häufig auch im Ausland – scheitern aber an fehlendem Wohnraum. Der Azubikampus biete eine tolle Lösung und ist gleichzeitig ein gelungenes Beispiel für Integration: Junge Erwachsene aus Deutschland sowie aus Ländern wie Brasilien, Vietnam, Indien, Ghana oder Marokko leben hier gemeinsam unter einem Dach. Die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr erleichtere zudem den Weg zu Ausbildungsbetrieben in Fulda und der gesamten Region", erklärt die Diözesanvorsitzende.
"Fulda könnte neue Maßstäbe setzen"
Beim anschließenden gemeinsamen Rundgang wurde deutlich, dass der Campus weit mehr als ein Wohnheim ist. Die Verantwortlichen hoffen, dass NEXT GEN DIGITAL Vorbildcharakter entwickelt. "Sollte das Konzept erfolgreich sein, könnte Fulda erneut Maßstäbe setzen – nicht nur für Hessen, sondern bundesweit", so Ministerin Hofmann. (bf) +++