Realitätsnahe Großübung
Natronlauge tritt aus: Einsatzkräfte trainieren Ernstfall bei Gefahrgutübung
Fotos: DRK Mücke
22.07.2026 / MÜCKE -
Ein verunglückter Gefahrguttransporter, austretende Natronlauge, verletzte Kinder und flüchtende Passanten: Mit einem realitätsnahen und anspruchsvollen Szenario wurden die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz bei einer groß angelegten Übung konfrontiert. Ziel war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.
Schnelles Eingreifen und professionelle Absperrung
Unter der Leitung von Einheitsführer Tobias Hof rückte die örtliche Feuerwehr Ruppertenrod zügig mit zwei Einsatzfahrzeugen an, darunter ein Fahrzeug des Katastrophenschutzes. Insgesamt waren 15 Feuerwehrkräfte vor Ort. Nach einer ersten Lagemeldung, die durch einen Unfallzeugen übermittelt wurde, leiteten die Helfer sofort die Menschenrettung ein. Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz direkt in die Gefahrenzone vor, während die weiteren Einsatzkräfte die Unfallstelle parallel weiträumig absperrten, um die Bevölkerung zu schützen. Hand in Hand im Ehrenamt
Im Einsatzleitwagen des DRK Mücke liefen alle Fäden zusammen. Dort wurden Informationen, Lagemeldungen und Rückmeldungen der Trupps von Feuerwehr und DRK gebündelt, um der Einsatzleitung jederzeit ein lückenloses Lagebild zu gewährleisten. Die Übung zeigte eindrucksvoll, dass Feuerwehr und Rotes Kreuz bei der Menschenrettung Hand in Hand zusammenarbeiten. Dies zeigte sich auch bei der erfolgreichen Rettung einer Person direkt am verunglückten Fahrzeug. Besonders bemerkenswert: Alle 33 beteiligten Frauen und Männer von Feuerwehr und DRK absolvierten diesen hochkomplexen Übungseinsatz vollständig in ihrer Freizeit. Dieses professionelle Engagement unterstreicht die enorme Bedeutung und Leistungsfähigkeit des lokalen Ehrenamts für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. (jk/pm) +++