Stille auf dem Monte Kali
Kein Konzert seit 2023: Wird es "music on top" auf der Kalihalde wieder geben?
Archivbild: O|N / Carina Jirsch
22.07.2026 / NEUHOF -
Drei Jahre ist es her, dass zuletzt Musik auf dem Gipfel der Kali-Halde Neuhof-Ellers zu hören war. Seitdem herrscht Stille um "music on top". Fans der einstigen Kult-Reihe auf dem Monte Kali fragen sich: Ist das Konzert-Kapitel auf der Kalihalde endgültig beendet oder könnte es noch ein Comeback geben? OSTHESSEN|NEWS hat bei K+S nachgefragt – die Antwort lässt viele Fragen offen.
Der Konzern teilt unserer Redaktion mit, dass Veranstaltungen auf der Halde Neuhof-Ellers rechtzeitig angekündigt würden, sobald es sie wieder gäbe. Einen konkreten Termin oder ein "Revival" der beliebten Reihe für 2027 stellt der Konzern damit nicht in Aussicht.
Die Veranstaltungsreihe "music on top" fand seit 2009 jährlich auf der Kalihalde in Neuhof statt, wurde jedoch zuletzt 2023 veranstaltet. Für 2025 sagte K+S die Reihe komplett ab – Werkleiter Dr. Stefan Weber nannte gegenüber OSTHESSEN|NEWS damals "wirtschaftliche Gründe": "Ich bedauere, dass es im Sommer 2025 keine Kulturveranstaltungen auf der Halde geben wird. Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen." Auch für 2026 gab es keinen neuen Termin.
Kein Zusammenhang zu Merkers
Auf die Frage, ob die Absage der Konzerte im Erlebnisbergwerk Merkers und die Ungewissheit rund um "music on top" auf einer gemeinsamen Linie des Unternehmens beruhen, stellt K+S-Pressesprecher Johannes Rützel gegenüber OSTHESSEN|NEWS klar: Zu Merkers bestehe keine Verbindung.Während dort gestiegene Sicherheitsauflagen für Großveranstaltungen unter Tage als Grund für das Aus genannt wurden, äußert sich Rützel zu den konkreten Hintergründen der andauernden Pause bei "music on top" nicht erneut – die 2025 von Werkleiter Weber genannten wirtschaftlichen Gründe bestätigt, präzisiert oder relativiert er auf Nachfrage nicht.
Verweis auf Geschäftszahlen und Investitionsvorhaben
Stattdessen verweist Rützel zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns auf die Presseinformation zu den Geschäftszahlen des ersten Quartals 2026 vom 11. Mai sowie auf das hohe Investitionsvolumen für zwei laufende Großprojekte: das Transformationsprojekt "Werra 2060" sowie den Kapazitätsausbau am kanadischen Kaliwerk Bethune.K+S strebe weiterhin einen mindestens ausgeglichenen Free-Cash-Flow an, so der Unternehmenssprecher. Eine klare Aussage, ob und wann die Konzertreihe auf dem Monte Kali wieder aufgenommen wird, bleibt K+S damit erneut schuldig.
Sollte es künftig wieder Veranstaltungen auf der Halde Neuhof-Ellers geben, wolle man dies rechtzeitig bekanntgeben, heißt es aus der Konzernzentrale in Kassel. (mmb) +++
Archivbild: O|N / Hans-Hubertus Braune
Archivbild: O|N