Innovative Herzmedizin
Präzise Behandlung: Klinikum setzt auf Elektroporation gegen Vorhofflimmern
Foto: Klinikum Fulda
21.07.2026 / FULDA -
Vorhofflimmern ist weiterhin die am häufigsten auftretende Herzrhythmusstörung in Deutschland – und Experten rechnen angesichts der alternden Bevölkerung mit einem deutlichen Anstieg der Fälle in den kommenden Jahren. Das Klinikum Fulda setzt in der Behandlung deshalb auf modernste Technik: Mit der sogenannten Pulsed Field Ablation (PFA), auch Elektroporation genannt, bietet die Elektrophysiologie der Medizinischen Klinik I ein innovatives Verfahren an, das die Therapie für Patientinnen und Patienten sicherer, schonender und zugleich effizienter macht.
Die bislang etablierte Standardtherapie bei Vorhofflimmern ist die sog. "Lungenvenenisolation". Dabei werden die elektrischen Störsignale, die das Herz aus dem Takt bringen, durch eine gezielte Verödung isoliert. Während hierfür bislang primär thermische Verfahren eingesetzt wurden – also entweder Hitze (Radiofrequenzstrom) oder Kälte (Kryotechnik) – arbeitet das neue PFA-System mit ultrakurzen, hochenergetischen elektrischen Impulsen. Der entscheidende Vorteil: Diese Impulse schonen umliegendes, sensibles Gewebe wie die Speiseröhre oder wichtige Nervenbahnen. Dies erhöht die Sicherheit für die Patienten während des Eingriffs. Am Klinikum Fulda wird dieses Verfahren bereits erfolgreich in der täglichen Routine angewendet und ergänzt das breite Spektrum der modernen Herzmedizin.
- Höhere Sicherheit: Minimiertes Risiko für Komplikationen an benachbarten Organen.
- Kürzere Behandlungszeit: Die Prozedur ist oft deutlich schneller abgeschlossen als thermische Verfahren.
- Hohe Präzision: Schonung des umliegenden Gewebes.