Innovative Herzmedizin

Präzise Behandlung: Klinikum setzt auf Elektroporation gegen Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist weiterhin die am häufigsten auftretende Herzrhythmusstörung in Deutschland – und Experten rechnen angesichts der alternden Bevölkerung mit einem deutlichen Anstieg der Fälle in den kommenden Jahren. - Im Bild: Nadine Rübsam, Dr. Attila Szöllösi, Tatjana Shevel, Lisa Roth, Dr. Joachim Krug, Anna-Lena Zentgraf.
Foto: Klinikum Fulda

21.07.2026 / FULDA - Vorhofflimmern ist weiterhin die am häufigsten auftretende Herzrhythmusstörung in Deutschland – und Experten rechnen angesichts der alternden Bevölkerung mit einem deutlichen Anstieg der Fälle in den kommenden Jahren. Das Klinikum Fulda setzt in der Behandlung deshalb auf modernste Technik: Mit der sogenannten Pulsed Field Ablation (PFA), auch Elektroporation genannt, bietet die Elektrophysiologie der Medizinischen Klinik I ein innovatives Verfahren an, das die Therapie für Patientinnen und Patienten sicherer, schonender und zugleich effizienter macht.



Die bislang etablierte Standardtherapie bei Vorhofflimmern ist die sog. "Lungenvenenisolation". Dabei werden die elektrischen Störsignale, die das Herz aus dem Takt bringen, durch eine gezielte Verödung isoliert. Während hierfür bislang primär thermische Verfahren eingesetzt wurden – also entweder Hitze (Radiofrequenzstrom) oder Kälte (Kryotechnik) – arbeitet das neue PFA-System mit ultrakurzen, hochenergetischen elektrischen Impulsen. Der entscheidende Vorteil: Diese Impulse schonen umliegendes, sensibles Gewebe wie die Speiseröhre oder wichtige Nervenbahnen. Dies erhöht die Sicherheit für die Patienten während des Eingriffs. Am Klinikum Fulda wird dieses Verfahren bereits erfolgreich in der täglichen Routine angewendet und ergänzt das breite Spektrum der modernen Herzmedizin.

Dr. Joachim Krug, ärztlicher Leiter der Abteilung für Elektrophysiologie der Medizinischen Klinik I am Klinikum Fulda, betont die Bedeutung dieser Entwicklung für die Patientenversorgung: "Mit der Pulsed Field Ablation steht uns eine vielversprechende Methode zur Verfügung, mit der wir Patienten schnell und schonend auf dem neuesten Stand von Technik und Wissenschaft behandeln können". Das Verfahren zeichnet sich nicht nur durch seine Schonung des Gewebes in der Herzumgebung aus, sondern ermöglicht oft auch eine effizientere Durchführung des Eingriffs. Unterstützt wird dieser Effekt am Klinikum Fulda durch einen besonderen PFA-Katheter, der aktuell nur wenigen Kliniken in Deutschland vorbehalten ist.

Vorteile der neuen Methode auf einen Blick:
Mit der Etablierung der Elektroporation unterstreicht das Klinikum Fulda seine Position als führendes Herz-Thorax-Zentrum in der Region und stellt sicher, dass Patienten von den neuesten Entwicklungen in der Elektrophysiologie profitieren. (mis/pm) +++

Am Klinikum Fulda wird dieses Verfahren bereits erfolgreich in der täglichen Routine angewendet und ergänzt das breite Spektrum der modernen Herzmedizin.

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