Nach Rücktritt

Unionsfraktion entscheidet am 29. Juli über Spahn-Nachfolge

Die Unionsfraktion soll am 29. Juli zu einer Sondersitzung zusammenkommen.
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20.07.2026 / BERLIN - Der Kanzler hatte angekündigt, dass die Nachfolge Spahns an der Spitze der Unionsfraktion schnell geklärt werden soll. Jetzt gibt es einen Termin. Die Personalspekulationen laufen auf Hochtouren.



Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird nächste Woche Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über die Nachfolge von Jens Spahn an der Fraktionsspitze zu entscheiden. Das kündigte der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz in Abstimmung mit CSU-Chef Markus Söder in einer Sitzung des CDU-Präsidiums an, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Präsidiumskreisen erfuhr. An einem gemeinsamen Personalvorschlag werde derzeit noch gearbeitet, hieß es.

Die Sondersitzung soll am 29. Juli um 14 Uhr stattfinden. Die 208 Abgeordneten der Fraktion werden dafür aus der parlamentarischen Sommerpause geholt,die am 10. Juli begonnen hat. Interimsfraktionschef Alexander Hoffmann (CSU) und der Parlamentarische Geschäftsführer Steffen Bilger (CDU) schrieben in einer SMS an die Fraktionsmitglieder, die der dpa vorliegt: "Unsere Parteivorsitzenden von CDU und CSU sind derzeit damit befasst, einen Personalvorschlag für den Fraktionsvorsitz zu erarbeiten. In diesem Prozess wird die Einbindung der Fraktion sichergestellt." Die Sitzung finde in Präsenz statt. "Wir bitten daher, Eure Anreise nach Berlin zu organisieren."

Das CDU-Präsidium war am Vormittag in Berlin zusammengekommen, um das weitere Vorgehen nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Spahn zu besprechen. Darüber will später am Tag auch der Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion unter Vorsitz von Hoffmann in einer Schalte beraten.

Merz hatte deutlich gemacht, dass er die Spahn-Nachfolge zügig regeln will und dazu über das Wochenende Gespräche mit CSU-Chef Söder geführt. Die beiden haben das Vorschlagsrecht für den Posten.

Spekulationen von Frei bis Warken

Diese Namen sind im Gespräch:
In der vergangenen Woche war er noch in den USA, dem Geburtsland seines Sohns. Ob er inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt ist, ist unklar. An der CDU-Präsidiumssitzung nahm er - anders als am Freitag angekündigt - nicht teil. Er ist kein Präsidiumsmitglied mehr und hat nach seinem Rücktritt auch kein Amt mehr, dass ihn zur Teilnahme berechtigt.

Wahlkämpfer können aufatmen

Die schnelle Klärung der Spahn-Nachfolge dürfte vor allem die Wahlkämpfer in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg freuen, wo im September gewählt wird. Der Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Ministerpräsident Sven Schulze (CDU), äußerte vor der Präsidiumssitzung die Erwartung, "dass wir nicht permanent mit Themen aus Berlin unseren Wahlkampf überlagert sehen". Es sei gut, dass das Thema nun geklärt werde und er Wahlkampf machen könne, ohne dass er ständig auf "Berliner Themen" angesprochen werde. (Michael Fischer und Ulrich Steinkohl, dpa) +++

Frei gilt als Top-Favorit für die Spahn-Nachfolge.
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Sven Schulze will im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt nicht von \"Berliner Themen\" gestört werden.
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