24 Stunden Abenteuer

Mut, Lagerfeuer, Sternenhimmel: Ferienspiele werden zum Outdoor‑Erlebnis

Sie mussten sich nicht nur dieser Aufgabe stellen – und das selbstverständlich freiwillig –, sondern auch weiteren Herausforderungen, die die diesjährigen Ferienspiele der Gemeinde Lautertal (Vogelsbergkreis) für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren bereithielten.
Fotos: RK Lautertal

20.07.2026 / LAUTERTAL - Sie mussten sich nicht nur dieser Aufgabe stellen – und das selbstverständlich freiwillig –, sondern auch weiteren Herausforderungen, die die diesjährigen Ferienspiele der Gemeinde Lautertal (Vogelsbergkreis) für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren bereithielten.



Zum alljährlichen Outdoor-Event musste neben einer großen Portion Mut auch wetterfeste Kleidung, Waschzeug, Schlafsack und Taschenlampe mitgebracht werden. Denn es ging um nichts Geringeres, als ganze 24 Stunden im Freien zu verbringen. Und wer könnte dieses einzigartige Event besser organisieren und durchführen als die Reservistenkameradschaft (RK) Lautertal? Und so startete das "Kinder- und Jugendbiwak 2026" auch direkt am Samstagnachmittag mit dem Aufbau des Zeltes und der Feldbetten an der Grillhütte im Ortsteil Engelrod.

"Wir haben wirklich nur bei den ganz schweren oder kniffligen Handgriffen unterstützt, das meiste haben die Kids aber selbst gemacht", zeigte sich Stabsfeldwebel der Reserve (d.R.) und Vorsitzender der RK Lautertal, Achim Höll, sichtlich stolz.

Spaß und Lernen vereint

Und tatsächlich hatten die Teilnehmenden nur wenig Zeit zum Verschnaufen, denn es musste noch Lagerfeuer-Brennholz am nahegelegenen Sägewerk beschafft werden - natürlich mit Erlaubnis der Familie Giess. Die Fahrt erfolgte natürlich standesgemäß in ehemaligen Militärfahrzeugen einiger aktiver Reservisten. Dies dürfte für einige der Kinder und Jugendlichen auch ein besonderes Highlight gewesen sein.

Neben ganz viel Spaß war es den Organisatoren rund um Achim Höll aber auch wichtig, den Teilnehmenden ein paar Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, die man ansonsten wahrscheinlich nur ganz selten erlernen kann: den Bau eines Unterstandes und das Arbeiten mit Karte und Kompass. "Es war schon eine besondere Form der Nachtwanderung", erinnert sich Stabsunteroffizier d.R. Michael Greff, "denn das Ziel hatte die Gruppe selbst anhand von Koordinaten ermittelt." Und es hat hervorragend funktioniert, denn die begleitete Fußgruppe wurde tatsächlich von den abholenden Fahrzeugen angetroffen. Die letzten Kilometer ging es dann motorisiert in der Dunkelheit zum Hoherodskopf. Bei sternklarer Nacht reichte der Blick bis weit ins Rhein-Main-Gebiet. Und wer kann schon sagen, nachts einen Spielplatz benutzt zu haben.

Die Nacht dürfte für die allermeisten Outdoor-Kids eher kurz gewesen sein, denn es gab bis sehr spät in die Nacht noch eine Menge zu erzählen. Der nächste Tag startete dann mit einem gemeinsamen Frühstück. Neben frischen Rühreiern aus der Lagerfeuer-Pfanne gab es Kakao mit frischer Kuhmilch. Dieses Frühstück lockte dann sogar den Bürgermeister der Gemeinde, Lukas Becker, und den Ortsvorsteher von Engelrod, Herrn Karl-Heinz Hansel, zur Grillhütte. Eine schöne Geste, die zeigt, wie tief die Reservistenkameradschaft in der örtlichen Gemeinschaft verwurzelt ist.

Auf die Frage, wie sehr ihr das Kinder- und Jugendbiwak gefallen habe, antwortete eine Teilnehmerin: "Sehr gut, mein Handy habe ich gar nicht vermisst." Die Regenkleidung war zudem völlig umsonst eingepackt worden – gut so! (mis/pm) +++

Zum alljährlichen Outdoor-Event musste neben einer großen Portion Mut auch wetterfeste Kleidung, Waschzeug, Schlafsack und Taschenlampe mitgebracht werden.

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