"Wir müssen große Umwege machen!"
Großbaustelle in der Von-Schildeck-Straße macht Anrainern Probleme
Fotos: Marvin Myketin
21.07.2026 / FULDA -
Die große Baustelle in der Von-Schildeck-Straße wird die Pendler und Anwohner noch eine ganze Weile beschäftigen, denn durch das entstandene Nadelöhr staut sich der Verkehr morgens und am Feierabend an diesem Verkehrsknoten weit in die Bardostraße zurück. Die voraussichtliche Dauer der Bauarbeiten, die der Abwasserverband an der Kanalisation vornimmt, soll laut Pressestelle der Stadt auf die Ferien beschränkt bleiben. Nach jetzigem Stand sollte die Öffnung der Fahrbahn spätestens am Samstag, 08.08.2026, erfolgen.
Betroffen von der geänderten Verkehrsführung sind auch die Besucher und Mitarbeiter des Mediana Pflegestifts, des Osthessennetzes sowie die Anwohner der Kapuzinerstraße, die nicht in Richtung Kreisel fahren dürfen. Sie würden sich wünschen, dass die Stadt die Rangstraße ab der Kapuzinerstraße während der Bauarbeiten zur Einbahnstraße machen würde. "Stattdessen werden alle gezwungen, die Von-Schildeck-Straße zu queren und am Altstadt-Carrée einen U-Turn zu machen. Besonders problematisch ist dabei, dass die Ampel am S-Club pro Grünphase häufig nur drei Fahrzeuge passieren lässt. Dadurch entstehen unnötige Staus und Verkehrsbehinderungen. Für die Betroffenen ist diese Verkehrsführung kaum nachvollziehbar und wirkt wenig praktikabel", schreibt uns eine Mitarbeiterin des Mediana und bittet darum, bei der Stadt nachzufragen.
Doch dieser Vorschlag sei keine praktikable Lösung, erklärt Pressesprecher Johannes Heller. "Auf der momentan gesperrten Fahrtrichtung in der Von-Schildeck-Straße fahren täglich mehr als 20.000 Fahrzeuge. Auf dem Teilabschnitt der Rangstraße, in dem jetzt die zweispurige Einbahnstraßenregelung angeordnet worden ist, sind es im Normalbetrieb ca. 7.000 Fahrzeuge. Das heißt, während der laufenden Bauarbeiten müssen ca. 27.000 Fahrzeuge die Baustelle passieren bzw. wenn möglich, über die Umleitungstrecken den relevanten Bereich umfahren. Die hier gewählte und mit der Polizei und dem Straßenbaulastträger (HessenMobil) intensiv abgestimmte Verkehrsführung hat zum Ziel, bei Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit ein möglichst hohes Maß an Verkehrsfluss zu ermöglichen." Dass solche verkehrstechnisch notwendigen Maßnahmen auf Hauptverkehrsstraßen dennoch zu verkehrlichen Einschränkungen führen, sei leider unvermeidlich.
Dass sich Baumaßnahmen an hochfrequentierten Straßen auf die Erschließungssituation von Anwohnenden, Gewerbetreibenden und andere Einrichtungen im näheren Umfeld auswirkten und gegebenenfalls auch Umleitungstrecken in Kauf genommen werden müssten, sei bekannt und lasse sich leider nicht vermeiden. Die Erschließung aller Grundstücke sei jedoch jederzeit gewährleistet. Hier gelte es immer abzuwägen, welche Verkehrsmengen insgesamt betroffen sind und mit welchen Maßnahmen die Hauptverkehrsströme möglichst sicher und flüssig aufrechterhalten werden könnten.
"Wie bei anderen Baumaßnahmen auch wird die Verkehrssituation an Baustellen vom Amt für Straßenverkehr und Parken zusammen mit der Polizei regelmäßig beobachtet und, soweit möglich, optimiert. Auch bei diesen Baumaßnahmen wurden bereits Nachbesserungen bei der Beschilderung und Absicherung sowie der Optimierung der Programmierung der Lichtsignalanlagen vorgenommen, so Johannes Heeler. (pm/ci)+++