Gelbe Sommerblüher im Vergleich

So unterscheiden sich Jakobskreuzkraut, Johanniskraut und Rainfarn

Achtung, giftig! An vielen Weg- und Feldrändern leuchtet es jetzt im Hochsommer kräftig gelb - doch nicht jede dieser Pflanzen ist harmlos.
Fotos: Birmann-Dähne

06.07.2026 / REGION - Achtung, giftig! An vielen Weg- und Feldrändern leuchtet es jetzt im Hochsommer kräftig gelb - doch nicht jede dieser Pflanzen ist harmlos. Besonders das Jakobskreuzkraut sorgt Jahr für Jahr für Diskussionen, weil es für Menschen und vor allem für Weidetiere giftig ist. Häufig wächst es direkt neben anderen gelbblühenden Kräutern wie Johanniskraut oder Rainfarn. Ein genauer Blick lohnt sich, denn die drei Arten unterscheiden sich deutlich.


Jakobskreuzkraut: giftig und weit verbreitet

Das Jakobskreuzkraut fällt durch seine stark zerteilten, leicht graugrünen Blätter auf. Die gelben Blüten ähneln einer kleinen Margarite - zwölf bis 15 schmale, abstehende Blütenblätter umgeben die Mitte. Für Weidetiere ist die Pflanze besonders gefährlich, da die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide Leber und Nervensystem schädigen können.

Johanniskraut: Heilpflanze mit typischen Öldrüsen

Das Johanniskraut besitzt glatte, kleine Blätter, die im Gegenlicht auffallen: winzige durchscheinende Punkte verraten die Öldrüsen. Die Blüten haben nur fünf gelbe Blütenblätter, dafür aber auffällig hoch aufgerichtete Staubgefäße. Ein bekanntes Merkmal: Zerreibt man die Knospen, färben sie die Finger rot - ein Hinweis auf das enthaltene Hypericin.

Rainfarn: aromatisch und gut zu erkennen

Der Rainfarn bildet knopfartige, gelbe Blütenköpfe, die ohne abstehende Blütenblätter auskommen. Die Pflanze wirkt dadurch fast wie ein gelber Mini-Strauß aus kleinen Knöpfen. Reibt man die gefiederten Blätter, entsteht ein würzig-aromatischer Geruch, der typisch für den Rainfarn ist.

Während Johanniskraut als Heilpflanze gilt und Rainfarn traditionell in der Naturheilkunde genutzt wurde, ist das Jakobskreuzkraut ein ernstzunehmendes Problem für Weideflächen. Die gelbe Farbe allein reicht also nicht - wer die Pflanzen kennt, kann Gefahren besser einschätzen und gleichzeitig die Vielfalt der heimischen Flora genießen. (mis/pm) +++

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