Lkw kippt um

Ungewöhnlicher Einsatz: Feuerwehr lädt tonnenweise Fleisch per Hand um

Sieben‑Stunden‑Einsatz nach Lkw‑Unfall auf der B286.
Fotos: Feuerwehr Bad Brückenau/ Andreas Kreß

06.07.2026 / BAD BRÜCKENAU - Am Samstagmittag wurde die Freiwillige Feuerwehr Bad Brückenau zu einem Lkw-Unfall auf der B286 zwischen Bad Brückenau und Volkers alarmiert. Was zunächst nach einem Routineeinsatz aussah, entwickelte sich im weiteren Verlauf zu einer außergewöhnlichen und langwierigen Einsatzlage.



Die Erstmeldung lautete: "Lkw-Unfall, keine eingeklemmte Person". Dass dieser Einsatz die Einsatzkräfte über mehrere Stunden hinweg beschäftigen würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar.

Lkw kippt auf die Seite

Beim Eintreffen der Feuerwehr wurde ein auf die Seite gekippter Lkw mit Kühlauflieger vorgefunden. Der 46-jährige Fahrer, der sich dabei leicht verletzt hatte, konnte das Fahrzeug bereits selbstständig verlassen. Auslaufende Betriebsstoffe wurden umgehend aufgenommen und gebunden. Die Freiwillige Feuerwehr Volkers wurde umgehend zur Verkehrslenkung nachalarmiert, welche anschließend die Straßenmeisterei übernommen hat.

Im weiteren Einsatzverlauf stellte sich heraus, dass der Kühlauflieger mit Schweinefleisch beladen war. Da die Einhaltung der Kühlkette gefährdet war, unterstützten die Feuerwehren bei einer aufwendigen Bergungs- und Umladeaktion. Zur personellen Unterstützung wurde zusätzlich die Freiwillige Feuerwehr Römershag nachalarmiert.

Aufwendiges Umladen per Hand

Da ein maschinelles Umladen nicht möglich war, musste die komplette Ladung mit erheblichem Personalaufwand von Hand in ein Ersatzfahrzeug umgeladen werden. Das benötigte Kühlfahrzeug wurde dankenswerterweise von einem regionalen Transportunternehmen zur Verfügung gestellt.

Zur Unfallursache: Vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kippten der Anhänger und die Zugmaschine auf die Gegenfahrbahn und kamen im Straßengraben zum Liegen. Nach rund sieben Stunden konnten die eingesetzten Kräfte den Einsatz erfolgreich beenden. Der entstandene Sachschaden wird mit etwa 80.000 Euro beziffert.

"Ein besonderer Dank gilt erneut der Tankstelle Hartmann für die hervorragende Verpflegung der Einsatzkräfte. Dass ein Unternehmen nahezu zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit ist, eine große Anzahl an belegten Brötchen bereitzustellen und darüber hinaus noch zusätzliche Verpflegung spendiert, ist keineswegs selbstverständlich. Für diese langjährige und verlässliche Unterstützung bedanken wir uns herzlich", so die Feuerwehr. (js/pm)+++

X