Über 158 Vereine beteiligt

Regionalliga-Reform vorerst gescheitert - Mehrheit reicht nicht aus

Die "Aufstiegsreform 2025" besteht schon lange, bei der letzten Abstimmung konnte man sich noch nicht einigen.
Foto: picture alliance / firo Sportphoto | Jan Fromme

02.07.2026 / FRANKFURT AM MAIN - Die geplante Reform der Fußball-Regionalligen ist vorerst gescheitert. Zwar sprach sich bundesweit eine knappe Mehrheit der Vereine für das sogenannte Kompassmodell mit künftig vier statt fünf Regionalligen aus. Weil sich die fünf Regionalliga-Verbände jedoch nicht auf ein gemeinsames Modell einigen konnten, bleibt das bisherige System bestehen.



Insgesamt votierten 80 der 158 teilnehmenden Vereine für das Kompassmodell. Dieses sah vor, die vier Regionalligen vor jeder Saison anhand geografischer Kriterien neu zusammenzustellen. Ziel der Reform war es, allen fünf Regionalliga-Meistern den direkten Aufstieg in die 3. Liga zu ermöglichen. Für die Umsetzung hätte jedoch in allen fünf Regionen dasselbe Modell die notwendige Mehrheit erhalten müssen - das gelang nicht.

Verein aus der Region & ein Problem ohne Lösung

Auch die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz hatte sich im Vorfeld gegen das Kompassmodell ausgesprochen. Sportdirektor Patrick Schaaf sprach sich stattdessen für den Erhalt der Regionalliga Südwest aus und verwies auf die größere Planungssicherheit sowie den Erhalt regionaler Strukturen und Derbys. Allerdings sehen sie auch, dass sich etwas am aktuellen Modell verändern muss.

Damit bleibt auch das eigentliche Problem bestehen: Weiterhin kämpfen fünf Regionalliga-Meister um lediglich vier Aufstiegsplätze in die 3. Liga. Wie eine langfristige Lösung aussehen könnte, ist nach der gescheiterten Abstimmung derzeit offen. Allerdings bleibt die Diskussion vermutlich noch lange erhalten. (nk)+++

Sportdirektor der SGB, Patrick Schaaf.

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