Sicherheit braucht internationale Kooperation
Roman Poseck ist neues Mitglied des Kontrollausschusses von Europol
Archivfotos: O|N
01.07.2026 / WIESBADEN -
Der hessische Innenminister Roman Poseck ist als Vertreter des Bundesrates dem Gemeinsamen Parlamentarischen Kontrollausschuss von Europol beigetreten. Er folgt auf den ehemaligen Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl. Der Gemeinsame Parlamentarische Kontrollausschuss übt die strategische Kontrolle über Europol aus und besteht aus Abgeordneten der nationalen Parlamente und des Europäischen Parlaments. Das Gremium tritt in der Regel zweimal jährlich zusammen. Europol ist die Agentur der Europäischen Union für die Zusammenarbeit im Bereich der Strafverfolgung.
Hessens Innenminister Roman Poseck wird künftig im Europol-Kontrollausschuss mitwirken. Die Länder hatten ihn für die neue Aufgabe benannt. Poseck betonte die Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit im Bereich der Inneren Sicherheit und sprach von einer "wichtigen Verantwortung in geopolitisch herausfordernden Zeiten".
Poseck erklärte: "Ich freue mich auf die Mitwirkung im Europol-Kontrollausschuss und danke meinen Länderkollegen für das entgegengebrachte Vertrauen. Sicherheit braucht heutzutage internationale Zusammenarbeit. Verbrechen machen nicht an Ländergrenzen halt." Besonders gelte dies für Bereiche wie organisierte Kriminalität, Terrorismus, Spionage und Sabotage.
Europol gewinnt weiter an Bedeutung
Zwischen 2021 und 2025 sei Europol personell und finanziell deutlich gestärkt worden: Die Zahl der Beschäftigten stieg von etwa 970 auf rund 1.700, das Budget von 170 auf 250 Millionen Euro.
EU plant weitere Stärkung der Behörde
Poseck begrüßt diese Pläne ausdrücklich: "Letzteres soll es ermöglichen, gemeinsam in Europa in kritische Technologien zu investieren und den Zugang zu fortgeschrittenen Fähigkeiten sicherzustellen. Diese Pläne unterstütze ich ausdrücklich." Auch Hessen setze zunehmend auf digitale Ermittlungsinstrumente wie KI-gestützte Videoüberwachung oder moderne Polizei-Apps.
"Eine starke Achse des Rechts und der Sicherheit"
Der Innenminister betonte zudem seine persönliche europapolitische Überzeugung: "Ich bin ein großer Anhänger des geeinten Europas und ein überzeugter Europäer. In diesen geopolitischen Zeiten ist es wichtiger denn je, dass wir in Europa eine starke Achse des Rechts und der Sicherheit bilden."Innenminister Roman Poseck ist darüber hinaus auch Vertreter des Bundesrats im EU-Innenministerrat und Delegationsleiter des Bundesrats in der Parlamentarischen Versammlung der NATO. (fw/pm) +++