Von Togo nach Bimbach
Die gute Seele der Linde: Sabi holt seine Familie in die Rhön
Fotos: Felix Weigl
01.07.2026 / GROßENLÜDER -
Sibabi Sabi, oder einfach Sabi, wie ihn alle nennen, wohnt in Großenlüder-Bimbach (Landkreis Fulda). Er arbeitet in der Gaststätte "Zur Linde" zusammen mit Alexander Günther in der Küche und als "Mann für alles". Zudem ist er bei Günther Bau tätig. Er hat nun seine Familie aus Togo in die Rhön geholt und erzählt uns im Gespräch, wie er - fast 5.000 Kilometer von der Heimat entfernt - mehr als nur Arbeit gefunden hat.
Vor 26 Jahren kam Sabi aus Togo nach Deutschland. Nach einiger Zeit lernte er Alexander Günther von Günther Bau kennen. Schnell entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den Männern. Schon länger war er auf Minijob-Basis bei Günther Bau angestellt. Als die Günther-Brüder 2022 die Gaststätte "Zur Linde" übernahmen, stieg Sabi in Vollzeit mit ein. "Er ist die gute Seele des Hauses, ein Allround-Talent", erzählt Alexander Günther im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.
Fulda und die Rhön entdecken
Nach der vielen Arbeit in Verbindung mit dem Hessentag wird sich Sabi erstmal ein paar Tage Zeit für seine Familie nehmen können. Er möchte ihr Fulda und die Rhön zeigen. "Nächste Woche habe ich frei, ich möchte ihnen die Stadt zeigen, den Dom und die Rhöner Landschaft", verrät Sabi gegenüber O|N voller Vorfreude. Für die Kinder wird die Umstellung eine Herausforderung. Nach den Sommerferien starten sie in Kindergarten und Schule in Bimbach. "Wenn die Kinder so schlau sind wie der Vater, haben die keine Probleme", lacht Alexander Günther. Gänsehautmomente
Sie erzählt auch von einem besonderen Moment auf der Weihnachtsfeier von Günther Bau. "Ein kleines Weihnachtsgeschenk bekommt jeder. Doch als Sabi aufgerufen wurde, applaudierten alle. Das ist bislang noch nie vorgekommen. Schon der Gedanke daran lässt mich wieder Gänsehaut bekommen", sagt sie. Sabi zeigt Bescheidenheit. Und das, obwohl er mehrere Sprachen spricht, darunter Deutsch, Englisch, Französisch sowie einige Dialekte aus Togo, und laut seinen Kollegen immer etwas mehr arbeitet als die anderen. Dass Sabi schon längst in der Rhön angekommen ist, bezweifelt schon lange niemand mehr.