Zugriff nach Großfahndung

Bluttat eskaliert: 18-Jähriger tötet Bruder und schießt auf weitere Personen

Nach einer groß angelegten Fahndung wurde der tatverdächtige 18-Jährige am Dienstag in Kassel festgenommen.
Fotos: 5VISION.NEWS

30.06.2026 / KASSEL - Grausame Bluttat im Landkreis Kassel! Nach einer groß angelegten Fahndung mit Spezialkräften und Polizeihubschrauber ist der 18-Jährige, der im Verdacht steht, seinen Bruder getötet zu haben, am Dienstagmorgen in Kassel festgenommen worden. Zuvor soll der Gesuchte in einer Kleingartenanlage auf einen weiteren Mann geschossen und einen zweiten verletzt haben. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Taten dauern weiterhin an.



Die Festnahme erfolgte gegen 8.30 Uhr in einer Kleingartenanlage im Kasseler Stadtteil Waldau. Zuvor hatten Spezialkräfte der Polizei sowie ein Hubschrauber das Gelände im Rahmen einer groß angelegten Fahndung durchsucht.

Weitere Schüsse in einer Gartenlaube

Bereits in der Nacht soll der Tatverdächtige in einer Gartenlaube auf einen 19-jährigen Mann geschossen haben. Das Opfer konnte sich nach Polizeiangaben selbst in Sicherheit bringen. Seine Verletzungen seien nicht schwerwiegend gewesen, sodass er das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen konnte.

Im Anschluss fand die Polizei in einer anderen Gartenlaube auf dem Gelände einen weiteren Mann mit schweren Verletzungen auf. Nach erstem Ermittlungsstand hatte der 18-Jährige kurz vor seiner Festnahme in der Hütte unvermittelt auf den 30-Jährigen, mit dem er offenbar nicht bekannt war, geschossen und ihn dabei schwer verletzt. Lebensgefahr soll für den Mann, der keinen festen Wohnsitz hat, nach bisherigen Erkenntnissen nicht bestehen. Die Kleingartenanlage war für die Spurensicherung und die weiteren polizeilichen Maßnahmen bis in die Mittagsstunden abgesperrt. Die genauen Hintergründe und die Abläufe der beiden weiteren Taten sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Aktuell wird in beiden Fällen wegen des Verdachts des versuchten Tötungsdelikts und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Eigenen Bruder getötet

Der 18-Jährige steht im Verdacht, seinen Bruder in einer Wohnung in Kassel-Waldau durch stumpfe Gewalt mit einem bislang unbekannten Tatwerkzeug getötet zu haben. Der Leichnam des 21-Jährigen war in der Nacht zum Sonntag in einem Mehrfamilienhaus entdeckt worden, nachdem Angehörige ihn zuvor als vermisst gemeldet hatten. Eine Obduktion bestätigte inzwischen, dass der Mann Opfer eines Tötungsdelikts wurde.

Der Tatverdächtige sollte noch am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen, dem Motiv sowie dem genauen Ablauf der Taten dauern an. Die Polizei bittet weiterhin Zeugen, die den 18-Jährigen in den vergangenen Tagen bis zu seiner Festnahme gesehen haben, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (Constantin von Butler) +++

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