Notfallrettung überlastet
Krankenhäuser und Rettungsdienst in Frankfurt wegen Hitze am Limit
Die Rettungskräfte in Frankfurt werden aktuell von Nachbarkreisen unterstützt um die Versorgung sicherzustellen
Foto: O|N Archiv
30.06.2026 / FRANKFURT AM MAIN -
Seit dem Wochenende sind die Rettungskräfte in Frankfurt am Main im Ausnahmezustand. Durch die langanhaltende extreme Hitze der letzten Tage sind Rettungsdienst und Krankenhäuser in der Mainmetropole überlastet. Mittlerweile wurde die Lage durch zusätzliche Rettungsmittel stabilisiert.
Am Montag gab es eine den ganzen Tag anhaltende Stabslage, aufgrund der enormen Anzahl an Einsätzen von Rettungsdiensten, bestätigt Jana Hessberger, Pressesprecherin der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main, im Telefonat mit OSTHESSEN|NEWS.
Auch der Instagramkanal vom bekannten Notfallsanitäter Chris Grüne, notruf.frankfurt, zeigt das in seinen Stories. Die RTWs kamen im Minutentakt, Regen am Morgen brachte wenig Abkühlung in der Stadt. Dass die Notfallrettung überlastet sei, kam am Nachmittag auch als Warnmeldung.
Nur für lebensbedrohliche Notfälle solle der Notruf 112 gewählt werden, für alle anderen Beschwerden die 116 117. Die Rettungskräfte sind auch am Montag, trotz etwas kühlerer Temperaturen, quasi im Dauereinsatz. Unterstützung bekommt Frankfurt aktuell durch weitere Hilfsorganisationen und Ehrenamtler, zehn zusätzliche Rettungsmittel wurden in Dienst genommen.
Auch das Hessische Innenministerium in Wiesbaden ist informiert. Von dort heißt es auf O|N-Nachfrage: "In der Stadt Frankfurt am Main wird derzeit aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen der letzten Tage nach wie vor ein hohes Einsatzaufkommen verzeichnet. Alle Hilfs- und Rettungsorganisationen ziehen an einem Strang und die Lage ist unter Kontrolle." (fw) +++