50 Kräfte im Dauereinsatz

Mammut-Aufgabe: Feuerwehr kämpft 72 Stunden gegen Fischsterben

Mit Feuerwehrpumpen bauten die Einsatzkräfte einen künstlichen Wasserkreislauf auf, um dem Teich neuen Sauerstoff zuzuführen.
Fotos: Gemeinde Mücke

29.06.2026 / MÜCKE - Drei Tage, drei Nächte – so lange dauerte der ungewöhnliche Großeinsatz der Feuerwehr Mücke (Vogelsbergkreis), um Hunderte Fische vor dem Erstickungstod zu retten! Der Grund: Die brütende Hitze und die intensive Sonneneinstrahlung der vergangenen Tage ließen den Sauerstoffgehalt im Merlauer Zettelteich dramatisch absacken. Die Folge war fatal: Bereits bis Mittwochabend trieben zahlreiche tote Fische im Wasser des beliebten Angelgewässers, das vom Fischereiclub Nieder-Ohmen bewirtschaftet wird.



Dann der Hilferuf: Der zuständige Gewässerwart schlug Alarm und bat die Feuerwehr um Unterstützung, um einen noch größeren Schaden zu verhindern. Gemeinsam erkundete man die Lage vor Ort. Der Rettungsplan stand schnell: Mit Feuerwehrpumpen bauten die Einsatzkräfte einen künstlichen Wasserkreislauf auf, um dem Teich neuen Sauerstoff zuzuführen.

Zunächst rückten die Wehren aus Flensungen und Merlau an. Die parallel durchgeführten Messungen der Sauerstoffkonzentration zeigten: Es wirkt! Die Werte verbesserten sich kontinuierlich – also wurden die Belüftungsmaßnahmen konsequent fortgesetzt. Zur Sicherstellung des Einsatzes richtete die Feuerwehr sogar einen eigenen Schichtbetrieb ein, der bis Samstagabend andauerte.

XXL-Einsatz endet mit Erfolg

Die Bilanz dieses XXL-Einsatzes ist beeindruckend: Rund 50 Einsatzkräfte aus nahezu allen zwölf Ortsteilwehren waren mit Personal und umfangreicher Technik im Dauereinsatz. Die Mitglieder des Fischereiclubs unterstützten parallel bei der Bergung der Fischkadaver, wobei auch der gemeindliche Bauhof mit einem Bagger half. Durch das große Engagement aller Beteiligten konnte der Sauerstoffgehalt des Teiches deutlich erhöht werden. Auch Bürgermeister Andreas Sommer informierte sich persönlich über die Lage und stand im engen Austausch mit den Verantwortlichen.

Das Happy End: Bis zum Ende der letzten Schicht am Samstagabend um 20 Uhr verendete kein weiterer Fisch! Die Maßnahmen konnten daraufhin erfolgreich beendet werden. Das schnelle und koordinierte Handeln aller Beteiligten trug entscheidend dazu bei, einen deutlich größeren Schaden für das Gewässer und seinen Fischbestand abzuwenden. (mmb) +++

Zahlreiche Fische waren bereits verendet.

Drei Tage, drei Nächte – so lange dauerte der ungewöhnliche Großeinsatz der Feuerwehr Mücke (Vogelsbergkreis), um Hunderte Fische vor dem Erstickungstod zu retten!

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