Traktoren, Häcksler, Spezialtechnik

Großmaschinen für die ganze Familie: Herrlich öffnet seine Türen

66 Jahre Lohnunternehmen Herrlich in Langenbieber musste ordentlich gefeiert werden!
Alle Fotos: Martin Engel

29.06.2026 / HOFBIEBER - Traktoren, Häcksler, Spezialtechnik und jede Menge Einblicke in moderne Landwirtschaft: Beim Tag der offenen Tür von Herrlich Lohnunternehmen präsentierte sich das Unternehmen am Wochenende Besuchern aus der Region. Auf einer großen Weide standen mehr als 30 Großmaschinen bereit, die Interessierte aus nächster Nähe betrachten konnten.



Trotz drückender Hitze war die Veranstaltung gut besucht. Zwischen den Maschinen schlenderten Familien, Landwirte und Technikbegeisterte über das Gelände. Sprinkleranlagen auf dem Rasen sorgten immer wieder für etwas Abkühlung zwischendurch und machten die sommerlichen Rekordtemperaturen zumindest etwas erträglicher.

Technik zum Anfassen!

Im Mittelpunkt des Tages standen vor allem die zahlreichen Maschinen des Unternehmens. Neben Schleppern waren verschiedene Geräte und Spezialmaschinen - etwa vom Fendt oder Claas - zu sehen, die im landwirtschaftlichen Alltag eingesetzt werden.

Geschäftsführer Daniel Schmidt erklärte, dass der Großteil der ausgestellten Technik aus dem eigenen Bestand stamme. Lediglich einige Schlepper und Maschinen mit Herstellerwerbung seien von Lieferanten zur Verfügung gestellt worden. "Die Maschinen, die hier stehen, sind eigentlich bis auf vier oder fünf Schlepper alle von uns", sagte Schmidt.

Gerade für landwirtschaftlich interessierte Besucher bot sich damit eine seltene Gelegenheit, die Technik gesammelt an einem Ort zu sehen. Denn im normalen Betrieb seien nie alle Maschinen gleichzeitig auf dem Hof. Viele Geräte seien im Einsatz, verteilt auf verschiedene Flächen oder bei Kunden unterwegs.

Familienfreundliches Programm für Kinder

Auch für Kinder wurde einiges geboten. Eine Seilrutsche, Bobby-Cars, ein Pool und der "Bollerwagen-Express" sorgten dafür, dass auch die jüngsten Gäste auf ihre Kosten kamen. Während sich die Erwachsenen über Maschinen, Dienstleistungen und landwirtschaftliche Technik informierten, konnten die Kinder das Gelände spielerisch entdecken. Dadurch entwickelte sich der Tag der offenen Tür nicht nur zu einer Fachveranstaltung für Landwirte, sondern auch zu einem waschechten Familienfest.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Vom Grill gab es Bratwürste und Currywurst, dazu kühle Getränke. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, im Schatten eine Pause einzulegen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Atmosphäre auf dem Gelände blieb trotz der hohen Temperaturen entspannt. Immer wieder bildeten sich kleine Gesprächsgruppen zwischen den Maschinen, an den Verpflegungsständen oder in den schattigeren Bereichen der Weide.

Veranstaltung nach langer Pause wiederbelebt

Der Tag der offenen Tür hatte in dieser Form lange nicht mehr stattgefunden. Nach Angaben von Geschäftsführer Daniel Schmidt wurde eine vergleichbare Veranstaltung zuletzt im Jahr 2010 durchgeführt. Danach habe es lange Zeit nicht gepasst, erklärte Schmidt. Vor allem die Betriebsübernahme habe viel Zeit in Anspruch genommen. Der Übergabeprozess habe sich über mehrere Jahre gezogen.

"Das hat schon vier bis fünf Jahre gedauert", sagte er. Bei einem Unternehmen mit viel Kapital, Maschinenbestand und vielen Beteiligten sei eine solche Übernahme entsprechend komplex. Nun sei aber der richtige Zeitpunkt gekommen, die Veranstaltung wieder aufleben zu lassen. "Mit der Übernahme hat es jetzt einfach gepasst, diesen Tag wieder anzubieten", erklärte Schmidt.

Dienstleistungen für Landwirtschaft, Biogasanlagen und Kommunen

Die Herrlich Lohnunternehmen GmbH bietet vor allem landwirtschaftliche Dienstleistungen an. Das Unternehmen arbeitet für Landwirte, Betreiber von Biogasanlagen sowie Kommunen. Zum Leistungsspektrum gehören verschiedene Arbeiten rund um die Landwirtschaft. Schmidt beschreibt es vereinfacht so: Man führe landwirtschaftliche Dienstleistungen von der Aussaat bis zur Ernte durch. Hinzu kommen spezielle Tätigkeitsbereiche, darunter Arbeiten rund um Klärschlamm sowie weitere Spezialaufgaben.

Für viele landwirtschaftliche Betriebe sind Lohnunternehmen wichtige Partner. Sie stellen Technik und Fachwissen bereit, das einzelne Betriebe nicht immer selbst vorhalten können. Besonders bei großen oder spezialisierten Maschinen lohnt sich die Anschaffung für einzelne Landwirte häufig nicht. Genau hier kommen Unternehmen wie Herrlich ins Spiel.

"Wir wollen die erreichen, die wirklich interessiert sind"

Mit der Resonanz zeigte sich Geschäftsführer Daniel Schmidt insgesamt zufrieden - auch wenn wegen der Rekordhitze vielleicht nicht alle potenziellen Besucher kommen konnten. "Natürlich könnte das Wetter ruhig etwas kühler sein, aber samstags ist unsere Klientel oft am Arbeiten", sagte er. Entscheidend sei für ihn nicht allein die reine Besucherzahl. Wichtiger sei, diejenigen zu erreichen, die wirklich daran interessiert seien, mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Für die Besucher bot sich somit die Gelegenheit, ein Unternehmen kennenzulernen, das im Alltag meist eher im Hintergrund arbeitet, aber für viele Betriebe in der Region eine absolut essenzielle Rolle spielt. Trotz der hohen Temperaturen nutzten viele Besucher auch am Sonntag noch einmal die Möglichkeit, die Maschinen hinter moderner Landwirtschaft kennenzulernen. (Marvin Hucke) +++

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