Inbetriebnahme für 2027 geplant

Projekt "NovaCEM 2027": 30 Millionen Euro Investition für Energieeffizienz

Die Zement- und Kalkwerke Otterbein haben die Inbetriebnahme des Projektes für 2027 geplant
Fotos: ZKW Otterbein

20.06.2026 / GROßENLÜDER - Die Zement- und Kalkwerke OTTERBEIN investieren im Rahmen des Projekts "NovaCEM 2027" rund 30 Millionen Euro in die Weiterentwicklung ihrer Produktionsanlagen. Ziel des Vorhabens ist es, die Energieeffizienz am Standort zu erhöhen, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.



Im Mittelpunkt des Projekts steht die Herstellung neuer klinkerreduzierter Zementsorten. Diese sollen bei vergleichbarer Produktqualität einen deutlich geringeren CO₂-Fußabdruck aufweisen als herkömmliche Portlandzemente. Darüber hinaus sollen neue Technologien dazu beitragen, den Energiebedarf der Zementproduktion zu senken. Nach Unternehmensangaben könnte der Stromverbrauch des Werks um bis zu 20 Prozent reduziert werden.

Ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte

Das Investitionsvorhaben zählt zu den größten in der Geschichte des Unternehmens und wird aufgrund der erwarteten Energie- und CO₂-Einsparungen durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Mit dem jüngst erfolgten Spatenstich haben die Bauarbeiten für den zentralen Projektabschnitt begonnen.

Kernstück der Investition ist der Bau einer Vertikalmahlanlage des Herstellers LOESCHE. Ergänzt wird diese durch eine neue Siebanlage, eine Zementmischanlage, zusätzliche Silos und Förderanlagen sowie verschiedene Umbaumaßnahmen im Werk. Zudem ist die Einführung einer KI-gestützten Laborautomation vorgesehen, die die Qualitätskontrolle und Prozesssteuerung unterstützen soll.



Nach Angaben der Geschäftsführer Dr. Christian W. Müller und Winfried Müller baut "NovaCEM 2027" auf dem zuvor umgesetzten Projekt "Eco-Plus 2023" auf. Während sich dieses auf Verbesserungen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz bei der Klinkerproduktion konzentrierte, soll die neue Investition die Herstellung klinkereffizienter Zemente mit geringerem CO₂-Ausstoß ermöglichen.

Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2026 abgeschlossen werden. Die Inbetriebnahme der neuen Anlagen ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Das Unternehmen beschäftigt am Standort rund 140 Mitarbeitende. (pg/pm) +++





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