Festnahme am Flughafen Frankfurt
Polizei hebt illegales Lager aus: Mehrere Hunderttausend Vapes
Fotos: ZFA Frankfurt am Main
19.06.2026 / HEUSENSTAMM -
Mehrere Hunderttausend unversteuerte sowie nicht in Deutschland zugelassene Vapes stellten Frankfurter Zollfahnderinnen und Zollfahnder am Sonntag (14. Juni) neben mutmaßlich gefälschten Arzneimitteln und Markenfälschungen in einer Lagerhalle in Heusenstamm (Offenbach) sicher.
Im Rahmen weiterer Durchsuchungsmaßnahmen in Dreieich sowie am Mittwoch wurden durch die Ermittlerinnen und Ermittler rund 170.000 Euro Bargeld, Gold und Schmuck im Wert von rund 150.000 Euro sowie weitere Beweismittel fest- und sichergestellt. Zudem vollstreckten die Zollfahnderinnen und Zollfahnder am Frankfurter Flughafen einen Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Kopf einer Schmugglergruppierung vor dessen Ausreise in die Vereinigten Arabischen Emirate sowie einen Vermögensarrest über 1,5 Millionen Euro.
Bereits im Oktober 2025 wurden in Zusammenarbeit mit dänischen Strafverfolgungsbehörden bereits 35.000 Stück geschmuggelte Vapes an einem Autobahn-Grenzübergang von Deutschland nach Dänemark sichergestellt, die der Bande zugeordnet werden können. Der verursachte Steuerschaden lag hier bei rund 1,6 Millionen Euro. Nach bisherigen Ermittlungserkenntnissen wurden die in Deutschland und Dänemark sichergestellten Einweg-E-Zigaretten aus China über den Luftweg in die Europäische Union eingeschmuggelt.
56 Europaletten mit Vapes
"Die Anzahl der in Heusenstamm sichergestellten Vapes war so groß, dass die vollgepackten Kisten ganze 56 Europaletten zum Abtransport füllten", verdeutlicht Carina Orth, Pressesprecherin des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main. "In Deutschland sind Einweg-Vapes mit zwei Millilitern nikotinhaltigem Liquid erlaubt. Dies ist in etwa mit dem Konsum von zwei Schachteln herkömmlicher Zigaretten vergleichbar. Die hier sichergestellten E-Zigaretten überschritten die zugelassene Höchstmenge jedoch um das Vielfache und waren zudem nicht versteuert. Der den Bürgerinnen und Bürgern entstandene Steuerschaden wird derzeit auf mindestens 1,8 Millionen Euro geschätzt", klärt Orth weiter auf.Verdächtiger sitzt in U-Haft
Der 35-jährige Haupttatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt dem Amtsgericht Darmstadt vorgeführt, das den Untersuchungshaftbefehl bestätigte. Die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main dauern an. (nia/pm) +++