Junge Hände, große Verantwortung
Gemeinsam stark: Jugendfeuerwehr zeigt Spitzenleistungen beim Kreisentscheid
Fotos: Philipp Stock
18.06.2026 / MÜCKE -
Es gibt Wettbewerbe, die am Ende schlicht in einer Ergebnisliste stehen: Platzierungen, Punkte, Zeiten. Und dann gibt es Tage wie den Kreisentscheid der Jugendfeuerwehr in Mücke‑Ruppertenrod (Vogelsbergkreis) – Tage, an denen jede Zahl eine Geschichte erzählt, jeder Handgriff das Ergebnis monatelanger Vorbereitung ist und jeder Lauf genau diesen einen Moment braucht, in dem alles zusammenkommt.
Einheit aus Jugendlichen
Schon beim Blick über den Platz war klar: Das hier ist kein lockeres Antreten. Das ist Jugendfeuerwehr auf den Punkt. Schläuche, Knoten, Kommandos, Laufwege, Kupplungen, Geräte - alles muss ineinandergreifen. Ein kleiner Fehler, ein kurzer Wackler, ein Moment zu viel gezögert, und schon entscheidet sich ein Abstand, der am Ende auf dem Papier vielleicht nur nach wenigen Punkten aussieht. Genau darin liegt die Faszination dieses Wettbewerbs. Er ist technisch, aber nie kalt. Er ist leistungsorientiert, aber nie verbissen. Er fordert Konzentration, aber lebt von Gemeinschaft. Die Jugendlichen treten nicht als Einzelne an, sondern als Einheit. Jeder Handgriff braucht Vertrauen. Jeder Lauf braucht Abstimmung. Jeder Punkt ist am Ende das Ergebnis von Teamarbeit."Kreisentscheid war ein rundum gelungener Tag"
Auch in der Staffelwertung blieb es bis zum Schluss eng und spannend. Freiensteinau zeigte eine starke Leistung und setzte sich mit 1.377,6 Punkten an die Spitze. Dahinter folgte Dannenrod/Erbenhausen 2 mit 1.371,0 Punkten und bewies ebenfalls, wie hoch das Leistungsniveau an diesem Tag war. Für Freiensteinau bedeutet dieses Ergebnis zugleich die Teilnahme am Landesentscheid. Für den Osthessen-Cup konnten sich außerdem Nieder-Ohmen, Dannenrod/Erbenhausen, Ruppertenrod und Salz 2 qualifizieren - ein starkes Ergebnis für die Staffeln und ein weiterer Beleg dafür, wie engagiert und konzentriert der Feuerwehrnachwuchs im Vogelsbergkreis angetreten ist.Auch Kreisbrandinspektor Marcell Büttner würdigte den Feuerwehrnachwuchs und den Einsatz aller Beteiligten: "Ich habe großen Respekt vor der Leistung, die unsere Jugendfeuerwehren heute gezeigt haben. Die Jugendlichen sind mit Konzentration, Tempo und sauberer Technik in den Wettbewerb gegangen und haben eindrucksvoll bewiesen, welches Potenzial in unserem Feuerwehrnachwuchs steckt. Unabhängig von der Platzierung gilt: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer hat heute gewonnen - an Erfahrung, an Zusammenhalt und an Stolz auf das eigene Team."
Hier lernen junge Menschen nicht nur Feuerwehrtechnik
Was diesen Tag aber wirklich besonders gemacht hat, waren nicht nur die Ergebnisse. Es waren die Sekunden vor dem Start. Die Blicke untereinander. Das kurze Durchatmen. Die Anspannung, bevor das Kommando fällt. Und dann dieser Wechsel von Konzentration zu Bewegung: laufen, greifen, kuppeln, sichern, weitermachen. Genau dort zeigt sich, was Jugendfeuerwehr bedeutet. Hier lernen junge Menschen nicht nur Feuerwehrtechnik. Sie lernen Verantwortung. Sie lernen, dass Verlässlichkeit zählt. Dass man gemeinsam stärker ist. Dass ein Team nur funktioniert, wenn jeder seinen Teil ernst nimmt. Und dass Kameradschaft nicht erst im Einsatz beginnt, sondern auf genau solchen Plätzen wächst.