Mit 50 km/h unterwegs

Manipuliertes E‑Bike, berauschter Fahrer: Polizei beendet gefährliche Fahrt

Eine Polizeistreife hat am Donnerstagmittag einen Radfahrer in Bad Königshofen (Landkreis Rhön-Grabfeld) aus dem Verkehr gezogen, der mit nahezu 50 Kilometern pro Stunde unterwegs war - und dessen Pedelec sich als technisch manipuliert herausstellte.
Symbolfoto: O|N/Rene Kunze

12.06.2026 / BAD KÖNIGSHOFEN - Eine Polizeistreife hat am Donnerstagmittag einen Radfahrer in Bad Königshofen (Landkreis Rhön-Grabfeld) aus dem Verkehr gezogen, der mit nahezu 50 Kilometern pro Stunde unterwegs war - und dessen Pedelec sich als technisch manipuliert herausstellte. Auch der Fahrer selbst war nicht fahrtüchtig.



Gegen 13 Uhr bemerkten die Beamten den ungewöhnlich schnellen Radfahrer im Bereich des Kurzentrums und stoppten ihn. Bei der Kontrolle zeigte der 40‑jährige Deutsche deutliche drogentypische Auffälligkeiten. Er räumte zudem ein, sein Pedelec technisch verändert zu haben, sodass es deutlich schneller fährt als gesetzlich erlaubt.

Da sowohl der Zustand des Fahrers als auch die Manipulation des Fahrzeugs eine erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellten, untersagten die Polizisten die Weiterfahrt und leiteten ein Strafverfahren ein. Der Mann muss sich nun unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz, die Fahrzeug‑Zulassungsverordnung, die Straßenverkehrszulassungsordnung sowie wegen einer möglichen Drogenfahrt verantworten.

Pedelecs gelten nur dann als Fahrräder, wenn die Motorunterstützung spätestens bei 25 Kilometern pro Stunde endet. Wird ein E‑Bike technisch manipuliert und dadurch schneller oder leistungsstärker, verliert es diesen Status. Dann sind Versicherungskennzeichen, Fahrerlaubnis und teilweise Helmpflicht vorgeschrieben. Manipulierte Fahrzeuge dürfen nicht im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden – und im Schadensfall kann der Versicherungsschutz entfallen. (mis/pm) +++

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