Pläne des Bistums vorgestellt

Aus fünf Kirchengemeinden im Südkreis soll eine Großgemeinde werden

Altar in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Rommerz.
Foto: O|N-Archiv

12.06.2026 / FULDA - Stetiger Mitgliederschwund und Priestermangel machen allen deutschen Bistümern seit Jahren zu schaffen. Im Bistum Fulda werden jetzt erste Konsequenzen aus dieser Misere gezogen. Aus 200 katholischen Kirchengemeinden in unserer Region sollen im Lauf der nächsten Jahre ganz 28 werden. Eine der ersten der geplanten Fusionen steht bei den fünf Pfarreien im südlichen Landkreis Fulda an, aus deren Zusammenschluss eine einzige Großgemeinde hervorgehen soll.



Auf dem Weg in die Zukunft arbeitet das Bistum Fulda an einer Neubeschreibung seiner Pfarreien. Das betrifft sowohl die räumlichen Zuschnitte als auch die inhaltliche Ausrichtung. So will die katholische Kirche im Bistum Fulda Voraussetzungen schaffen, um ihrem Auftrag auch unter den veränderten gesellschaftlichen, personellen und finanziellen Rahmenbedingungen in Zukunft gerecht werden zu können." Aus bisher rund 200 Gemeinden sollen bis in die Mitte der 2030er Jahre 28 neue, zukunftsfähige Pfarreien entstehen. Diese Entscheidung der Bistumsleitung folgte einem intensiven Prozess mit vielen Gesprächen, Beratungen und Dialogveranstaltungen auf verschiedenen Ebenen", heißt es vom Bistum dazu.

Die ersten konkreten Schritte in diese Richtung der Gemeindefusionen sind getan, entsprechende Gespräche seitens der Gremien und Pfarrgemeinderäte geführt und den Verantwortlichen die Pläne vorgestellt worden. Mit dem geplanten Stichtag 1. Januar 2029 sollen sich in den Kommunen Neuhof, Freiensteinau, Flieden und Kalbach die fünf katholischen Pfarreien St. Michael in Neuhof, Christkönig in Flieden, St. Kilian in Kalbach, Mariae Himmelfahrt in Rommerz und St. Bartholomäus in Hauswurz zu einer neuen großen Gesamtpfarrei zusammenschließen. Betroffen sind dabei über 13.000 Gläubige im südlichen Landkreis Fulda.

Dass solchen einschneidenden Veränderungen von vielen Gemeindemitgliedern, Ehren- und Hauptamtlichen im Bistum mit äußerster Skepsis begegnet wird, ist den Verantwortlichen durchaus bewusst. Deshalb heißt es von Bistumsseite: "Wir wollen das Neue nicht einfach überstülpen, sondern laden zum Mitgestalten ein. Die neuen Pfarreien sollen den organisatorischen Rahmen für den Kernauftrag der Kirche bilden – für die Glaubensvermittlung und die Seelsorge in einer sich wandelnden Welt. Dabei setzen wir auf Beteiligung und gemeinsame Gestaltung, um die Stärken und Erfahrungen aller Beteiligten zu nutzen und in die Zukunft zu tragen." Es gehe nicht darum, dass zwingend etwas verändert werden müsse – bewährte Aktivitäten wie zum Beispiel die Kinderkirche können und sollen weiterhin stattfinden. "Das Vorhandene verstehen wir nicht als Altlast, sondern als wertvolles Guthaben, auf dem wir aufbauen wollen." (ci)+++

Diese fünf Kirchengemeinden sollen zu einer werden.
Fotos: Felix Weigl, Collage: Carina Jirsch

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