Sie kamen, sahen und rockten

Stainless Steel rocken den ONKELZ‑Sound 2.0: Tribute‑Show bis Mitternacht

Stainless Steel wird als Böhse-Onkelz-Tributeband gefeiert. Auftritt in Alsfeld.
Fotos: goa

24.05.2026 / ALSFELD - Sie kamen, sahen und rockten: Mit der vierköpfigen Formation Stainless Steel kehrte eine der besten Böhse-Onkelz-Tributebands nach Alsfeld zurück und lieferte eine Hammerparty. 500 Fans reisten durch das schier unendliche musikalische Universum der legendären Originale und gaben sich bis Mitternacht den markdurchdringenden Klängen hin.



Vor mehr als 20 Jahren waren die Original-Onkelz in der Hessenhalle zu Gast, nun ihre "Stellvertreter": Stainless Steel. Das Datum am Pfingstfreitag hatte seine Tücken: just zeitgleich startete wenige hundert Meter entfernt der Alsfelder Pfingstmarkt und im 100 km entfernten Frankfurter Waldstadion konzertierte Metallica. Das mag dazu beigetragen haben, dass man auf die kleinere Halle 3 auswich und auch die noch Luft nach oben hatte – quantitativ zumindest. In qualitativer Hinsicht jedoch war alles tippitoppi: textsichere Fans quer durch die Onkelz-Generationen, die dem Frontgesang von Kevin bedingungslos folgten, sich dem Sound hingaben und ihn bis zur Ekstase genossen, mal im Chor mitbrüllend, mal andächtig, mal mit Pogo-Beschleunigung.

Eine Premiere beim Konzert erlebte Basti, der Gründer von Stainless Steel, wie er im Gespräch mit ON vor Konzertbeginn backstage sagte: "Bei mir war aus beruflichen Gründen nicht klar, ob ich es rechtzeitig schaffen würde, daher ist Thomas an der Gitarre mal wieder für mich eingesprungen. Nun kann ich mal aus dem Publikum heraus mitfeiern und schaun, ob alles passt!" Basti ist zuversichtlich: auf die Band ist auch ohne ihn Verlass, und Alsfeld kennt er, weil Stainless Steel vor vielen Jahren schonmal in der Stadthalle bei einem Festival spielte und gute Erfahrungen mit den Fans machte. Er sollte nicht enttäuscht werden.

So etwas wie "Onkelz-Sachverständige" sind Thorsten Sendrowski und Katrin Freisinger aus Breitenbach am Herzberg: "Wir sind seit ewigen Zeiten Onkelz-Fans und besuchen heute zum ersten Mal eine Coverband. Wir sind begeistert: Stainless Steel ist eine super Band, sie machen geile Mucke und erzeugen eine tolle Stimmung, alles wunderbar, gerade bei den alten Songs geht einem das Herz auf – bei den neuen muss man sich hier und da erst noch reinhören, aber das gehört ja auch dazu."

Die pure Fankultur können sie belegen: "Als die Original-Onkelz vor über 20 Jahren auch schon mal hier in der Hessenhalle spielten, waren wir natürlich auch dabei, genau wie in der Festhalle Frankfurt oder bei der German Bike Week und Monsters of Rock. Als wir dachten, das Konzert heute Abend sei vorbei, gab es nochmal einen Riesen-Abschlussteil, das ging wohl bis Mitternacht und war einfach spitze. Stainless Steel ist sehr zu empfehlen, wirklich zu 99 Prozent am Original – und das trotz doppelter Ersatzbesetzung. Das Publikum hat die Hymnen wie Terpentin oder Mexico, das sogar zweimal geliefert wurde, gefeiert ohne Ende." Der 52-jährige Thorsten ist spürbar im siebten Onkelz-Himmel, als er anfügt: "Mein Lebensmotto ist schon immer der Songtitel gewesen: "Lieber stehend sterben als kniend leben", das trage ich auch schon seit über 20 Jahren als Tattoo auf dem Oberarm."

Für Thorsten und Katrin steht fest: "Wenn die Jungs mal wieder in der Nähe sind, sind wir garantiert wieder mit dabei!" Wer möchte, hat bereits am Pfingstsamstagabend die Gelegenheit – allerdings in Bielefeld. Da wird dann auch wieder Basti seinen Platz an der Gitarre und dem Mikrofon einnehmen, wenn dreieinhalb Stunden Onkelz-Sound in die Fanohren geballert werden. (goa)+++

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