147 Arbeitnehmer betroffen
Stellenabbau bei Langgroup: Unternehmen setzt auf Fusion und Umbau
Archivbild: O|N / Marvin Myketin
20.05.2026 / GROßENLÜDER/FULDA -
Nachdem die familiengeführten Unternehmen Technolit GmbH und Lang Service GmbH aus Großenlüder sowie die Fuldaer Firma Iwetec im Dezember einen Insolvenzantrag gestellt haben (OSTHESSEN|NEWS berichtete bereits ausführlich), gibt es für die Beschäftigten nun zumindest vorerst Planungssicherheit: Den 147 betroffenen Mitarbeitern wird der Wechsel in eine zur Langgroup gehörenden Transfergesellschaft ermöglicht.
Der geplante Stellenabbau betrifft überwiegend Arbeitsplätze am Hauptstandort in Großenlüder. Lediglich ein kleinerer Teil der Stellen soll am Standort Fulda wegfallen.
Transformation zu einem neuartigen Händler und Dienstleister als Ziel
Auch Christian Ihrig, Geschäftsführer der Langgroup, sieht in der Umstrukturierung einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Unternehmens. Nach seinen Angaben sei die Zustimmung der Mitarbeiter zum Wechsel in die Transfergesellschaft bislang hoch. Konkrete Zahlen nannte er gegenüber unserer Redaktion jedoch nicht. Im Zuge der Neuausrichtung sollen die Tochterunternehmen künftig stärker zusammengeführt werden. Ziel sei es, einen modernen Händler- und Dienstleistungsverbund zu schaffen, der Kunden ein deutlich erweitertes Angebot bietet. Neben einem größeren Produktportfolio sollen künftig verstärkt Service-, Prüf- und Beratungsdienstleistungen angeboten werden. Darüber hinaus soll der technische Service ausgebaut werden, damit Kunden vom gebündelten Know-how aller Gesellschaften profitieren können. Zuversicht für einen erfolgreichen Sanierungsweg
Der aktuelle Sanierungsplan sieht vor, die drei betroffenen Tochterunternehmen enger zusammenzuführen beziehungsweise zu fusionieren. Laut Simone Lang seien die Prüfungen über den weiteren Sanierungsweg bereits weit fortgeschritten. Bereits im März war der bisherige Geschäftsführer der LSG, Christian Ihrig, zusätzlich auch zum Geschäftsführer von Technolit und Iwetec bestellt worden. Dieser Schritt solle während der Übergangsphase für Stabilität in der Unternehmensführung sorgen und gleichzeitig die geplante Zusammenführung der Unternehmen weiter vorantreiben. (mis/no) +++