Irankrieg dämpft Hoffnung
IHK stellt Konjunkturbericht über wirtschaftliche Lage der Region Fulda vor
Fotos: O|N / Felix Weigl
20.05.2026 / REGION FD -
Wie steht es um die aktuelle und zukünftige Geschäftslage der Region Fulda? IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Konow präsentiert die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage und gibt einen Einblick in die wirtschaftliche Zukunft der Region.
"Die kurzzeitig aufkeimende Hoffnung nach höherem Wirtschaftswachstum ist durch die Folgen des Irankriegs zunichtegemacht worden. Die osthessische Wirtschaft dümpelt weiter im rezessiven Bereich, ohne dass Aufhellungen sichtbar sind. Die konjunkturelle Seitwärtsbewegung hält seit 2022 an, was sich bereits spürbar negativ auf Beschäftigung, Investitionen und damit auch auf zukünftiges Wachstum auswirkt", kommentiert Michael Konow, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Fulda, die aktuellen Ergebnisse der Frühsommer-Konjunkturumfrage 2026.
Energie- und Rohstoffpreise als Achillesferse
Das größte Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung werden aus Sicht der Betriebe steigende Energie- und Rohstoffpreise, höhere Arbeitskosten, sich verschlechternde wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, eine schwindende Inlandsnachfrage sowie der Fachkräftemangel. Auch die Kosten der Bürokratie machen vielen Unternehmen zu schaffen. "Es benötigt hier umfassende und zügige Entlastungen bei Energie, Arbeitskosten und Bürokratie", fasst Konow die aktuellen Zahlen der IHK-Umfrage zusammen.Investitionen wichtiger denn je
Dennoch darf und sollte man optimistisch in die Zukunft blicken. "Der bevorstehende Hessentag stimmt mich hoffnungsvoll, auch wenn es noch nicht messbar ist. Wenn er gut läuft, wovon ich ausgehe bei all der positiven Energie, erhoffe ich mir davon kurzfristig Impulse für die Hotellerie, die Gastronomie und den lokalen Handel. Langfristig wird es auch Impulse haben, da Fulda stärker auf der Landkarte präsent sein wird", so Michael Konow im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.