Werte der aktuellen INSA-Umfrage

Politiker im Beliebtheitsranking: Weidel legt zu – CDU-Minister rutschen weiter ab

Friedrich Merz (rechts, CDU) und Alice Weidel (AfD) stehen derzeit besonders im Fokus der politischen Stimmungslage in Deutschland.
Symbolbild: picture alliance/dpa | Lilli Förter

19.05.2026 / BERLIN - Im aktuellen Beliebtheitscheck des Instituts Insa für die "Bild"-Zeitung stehen mehrere CDU-Minister weiterhin deutlich in der Kritik. Katharina Reiche, Jens Spahn und Bundeskanzler Friedrich Merz landen erneut auf den hinteren Plätzen des Rankings. Auch Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) muss spürbare Verluste bei den Zustimmungswerten hinnehmen. Deutlich zulegen kann dagegen AfD-Chefin Alice Weidel, die im Vergleich kräftig an Beliebtheit gewinnt.


Für das Politikerranking bewerteten die Teilnehmer die Politiker auf einer Skala von 0 bis 10 Punkten – wobei 0 für "sehr schlecht" und 10 für "sehr gut" stand. Das Meinungsforschungsinstitut INSA befragte für die Erhebung insgesamt 2005 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger in Deutschland.

Pistorius bleibt Spitzenreiter im Politiker-Ranking

Auf dem ersten Platz landet weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit 5,0 Punkten. Pistorius ist unter den SPD- und Unionsanhängern die Nummer eins. Bei Grünen-Wählern belegt er den zweiten Platz, bei Linken-Wählern den dritten und bei AfD-Wählern den fünften Platz. Dahinter Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) mit 4,4 Punkten und Hendrik Wüst (CDU) mit 4,1 Punkten. Alice Weidel springt auf den vierten Platz und überholt damit die beiden CSU-Politiker Markus Söder und Alexander Dobrindt.

In den Parteiumfragen liegt weiterhin die AfD mit 29 Prozent hoch im Kurs, inzwischen mit großem Abstand zu CDU/CSU mit 22 Prozent. Die SPD liegt mit 12 Prozent inzwischen hinter den Grünen - und damit nur noch knapp vor der Linkspartei mit 10,5 Prozent.

Beliebtheitszuwachs unter der Opposition

Die Vorsitzende der Linken-Fraktion, Heidi Reichinnek, verbessert sich vom elften auf den zehnten Rang und verdrängt damit CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Auch Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner rückt auf Platz 12 vor, während Bundesfinanzminister Lars Klingbeil einen Platz verliert und nun Rang 13 belegt. Einen besonders deutlichen Sprung macht auch hier der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla, der sich von Platz 16 auf Rang 14 verbessert. Ebenfalls auffällig für die Große Koalition: Mit Wolfgang Kubicki (FDP) und Sahra Wagenknecht (BSW) befinden sich weiterhin zwei Politiker ohne aktuellen Platz im Berliner Bundestag unter den beliebtesten Zehn. (no) +++

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