"Ehrenamt ist unbezahlbar"
Nach zwei Jahren Bauzeit: Neues Feuerwehrhaus feierlich eingeweiht
Fotos: Lena Krull / Feuerwehr Hohe Luft/Petersberg
12.05.2026 / BAD HERSFELD -
Mit einem modernen Neubau, vielen Gästen und emotionalen Worten ist das neue Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Hohe Luft/Petersberg offiziell eingeweiht worden. Nach rund zwei Jahren Bauzeit steht den Einsatzkräften an der Petersberger Straße in Bad Hersfeld (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) nun ein modernes Feuerwehrhaus mit Fahrzeughalle, großzügigem Gruppenraum, neuer Technik und dem neuen LF10 zur Verfügung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch nicht nur das Gebäude selbst – sondern vor allem die Bedeutung des Ehrenamts.
Wehrführer Michael Herlitze steht beispielhaft für das, was Feuerwehrarbeit im ländlichen Raum oft ausmacht: unzählige Stunden ehrenamtliches Engagement - meist im Hintergrund und fernab großer Aufmerksamkeit. Gerade bei einem Projekt wie dem Neubau eines Feuerwehrhauses zeigt sich, wie viel Verantwortung auf den Schultern der Ehrenamtlichen lastet. Planungsgespräche, Abstimmungen, Organisation und gleichzeitig die Verantwortung für den laufenden Einsatzbetrieb verlangen enormen Einsatz. Menschen wie Herlitze investieren dafür einen großen Teil ihrer Freizeit, oft neben Beruf und Familie. Ohne dieses Engagement wären moderne Feuerwehrstrukturen in vielen Kommunen kaum denkbar. Dass das neue Gerätehaus heute steht und die Wehr zukunftsfähig aufgestellt ist, trägt deshalb auch ganz klar die Handschrift von Michael Herlitze und seinem langjährigen Einsatz für die Feuerwehr.
Ehrenamt bleibt unverzichtbar
Das neue Feuerwehrhaus verfügt über eine Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen, moderne Umkleiden, Sanitäranlagen, einen großen teilbaren Gruppenraum sowie eine Küche. Zusätzlich wurde auf moderne Technik gesetzt: Photovoltaik auf dem Dach, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung sowie moderne Absaug- und Sicherheitssysteme gehören zur Ausstattung. Gleichzeitig zog mit dem neuen LF10 auch ein modernes Löschgruppenfahrzeug in das Gebäude ein.Feuerwehr als Mittelpunkt des Stadtteils
Bernd-Paul Schmalbauch, ehemaliger Ortsvorsteher des Stadtteils Petersberg, erinnerte daran, wie eng Feuerwehr und Gemeinschaft miteinander verbunden seien. "Die Feuerwehr ist hier seit Jahrzehnten ein wichtiger Treffpunkt für viele Menschen. Sie bringt Generationen zusammen und stärkt den Zusammenhalt im gesamten Stadtteil", sagte Schmalbauch.Wieso Feuerwehrhäuser immer komplexer werden
In der zweiten Talkrunde stand vor allem die Zukunft der Feuerwehrarbeit im Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich, wie viel Planung und praktische Erfahrung in dem Neubau stecken.Kai Sattler vom Planungsbüro PMB erklärte, dass Feuerwehrhäuser heute deutlich komplexer geplant werden müssten als noch vor einigen Jahrzehnten. "Die Abläufe müssen funktionieren, die Technik muss zuverlässig sein und gleichzeitig muss das Gebäude auch für die nächsten Jahrzehnte ausgelegt sein."
"Ein unglaublich wichtiger Tag"
Ein besonderer Moment sei für viele Beteiligte außerdem die gemeinsame Übergabe des neuen Feuerwehrhauses und des neuen LF10 gewesen. Andreas Kling blickte mit Stolz auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zurück. "Dass heute nicht nur das neue Feuerwehrhaus, sondern auch das neue LF10 hier steht, ist schon etwas Besonderes. Damit ist die Feuerwehr für die kommenden Jahre wirklich stark aufgestellt", sagte Kling. Als ehemaliger Wehrführer war Kling von Beginn an intensiv in die Planungsarbeiten einbezogen. Sichtlich fiel ihm ein Stein vom Herzen, als das neue Feuerwehrhaus pünktlich bezogen werden konnte. "Das ist ein unglaublich wichtiger Tag", unterstrich Kling.