Sexuelle Handlungen in Massagesalon

Zollbesuch statt Wohlfühlprogramm: Kontrolle deckt illegale Dienste auf

Ein Hinweis aus der Bevölkerung führte vergangene Woche zu einer behördenübergreifenden Kontrolle in einem Massagesalon im Wetteraukreis – mit weitreichenden Folgen.
Foto: Hauptzollamt Gießen

11.05.2026 / GIEßEN - Ein Hinweis aus der Bevölkerung führte vergangene Woche zu einer behördenübergreifenden Kontrolle in einem Massagesalon im Wetteraukreis – mit weitreichenden Folgen. Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen überprüften gemeinsam mit Mitarbeitenden des Gewerbe- und Ordnungsamtes den Betrieb. Für zwei chinesische Frauen im Alter von 54 und 39 Jahren endete der Einsatz mit einer vorläufigen Festnahme und einem Strafverfahren.



Gegen 13 Uhr betrat zunächst ein ziviler "Lockvogel" den Salon. Neben regulären Massagedienstleistungen wurden ihm dort auch sexuelle Handlungen angeboten – ein klarer Hinweis auf mögliche illegale Aktivitäten. Die Einsatzkräfte griffen daraufhin sofort ein. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die 39‑jährige Frau keinerlei Ausweisdokumente vorlegen konnte. Im Nebenraum trafen die Zöllnerinnen auf die 54‑jährige Kollegin, die offenbar versuchte, Spuren sexueller Handlungen zu beseitigen. Auch sie konnte weder gültige Aufenthalts‑ noch Arbeitspapiere vorweisen.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Gegen beide Frauen wurden Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des illegalen Aufenthalts und Arbeitens ohne Genehmigung eingeleitet. Die zuständige Ausländerbehörde wurde eingeschaltet. Stephanie Auerswald, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Gießen, betonte: "Kontrollen sind in allen Branchen unverzichtbar und es muss jederzeit damit gerechnet werden, dass wir unangekündigt vor Ort prüfen."

Der Fall zeigt erneut, wie eng Arbeitsausbeutung, illegale Beschäftigung und verdeckte sexuelle Dienstleistungen miteinander verknüpft sein können. Die Behörden kündigten an, auch künftig verstärkt unangekündigte Kontrollen durchzuführen. (mis/pm) +++

Neben regulären Massagedienstleistungen wurden ihm dort auch sexuelle Handlungen angeboten – ein klarer Hinweis auf mögliche illegale Aktivitäten.
Symbolfoot: pixabay
Gegen beide Frauen wurden Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des illegalen Aufenthalts und Arbeitens ohne Genehmigung eingeleitet.
Symbolfoto: O|N/Carina Jirsch

X