Fünf Menschen ums Leben gekommen
Bürgermeisterin will Gedenkort nach tödlichem Arbeitsunfall schaffen
Archivfoto: 5VISION.NEWS
12.05.2026 / RUNKEL -
Nach dem tragischen Arbeitsunfall in einer Lederfabrik plant Antje Hachmann, Bürgermeisterin der Stadt Runkel (Landkreis Limburg-Weilburg), einen dauerhaften Erinnerungsort für die fünf ums Leben gekommenen Männer einzurichten. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte die parteilose Bürgermeisterin, dass ein Gedenkstein errichtet werden solle, um an die Opfer des Unglücks zu erinnern und ihrer zu gedenken.
Als möglichen Standort für diesen Erinnerungsort könne sie sich das Gelände der ehemaligen Lederfabrik und Gerberei an der Lahn vorstellen, auf dem sich der Unfall ereignet hatte. Besonders wichtig sei ihr dabei, dass die Gestaltung des Gedenkortes gemeinsam mit den Angehörigen der Verstorbenen abgestimmt werde. Auf diese Weise solle ein würdevoller Ort entstehen, der Raum für Trauer und Erinnerung bietet.
Fünf tödlich verletzte Arbeiter
Der schwere Arbeitsunfall hatte sich am 16. April ereignet und in der rund 9.500 Einwohner zählenden Stadt große Betroffenheit ausgelöst (OSTHESSEN|NEWS berichtete ausführlich). Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz, nachdem mehrere Arbeiter in einer Grube verunglückt waren. Feuerwehrkräfte bargen insgesamt fünf Männer aus dem Schacht. Drei starben noch am Unfallort, zwei weitere erlagen wenig später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Spätere Obduktionen ergaben, dass sie überwiegend an einer Vergiftung durch Schwefelwasserstoff gestorben waren. Ursache noch unklar
Die genauen Ursachen des Unglücks sind weiterhin Gegenstand laufender Ermittlungen. Polizei und Staatsanwaltschaft versuchen derzeit, den Hergang vollständig aufzuklären. In diesem Zusammenhang wird auch wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen bislang unbekannte Verantwortliche ermittelt. (no) +++Archivfoto: Frank Zinn / HMdI
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