Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Vierte Kidical Mass: Familien-Fahrradtour durch die Domstadt

Kinder auf Fahrrädern, lachende Gesichter, sichere Straßen, lebenswerte Städte: Das ist die Vision der Kidical Mass – einer weltweiten Bewegung, die sich für eine kinderfreundliche Verkehrspolitik starkmacht.
Fotos: Anna Weißenberger

11.05.2026 / FULDA - Kinder auf Fahrrädern, lachende Gesichter, sichere Straßen, lebenswerte Städte: Das ist die Vision der Kidical Mass – einer weltweiten Bewegung, die sich für eine kinderfreundliche Verkehrspolitik starkmacht. Unter dem Motto "Straßen sind für alle da" will die Veranstaltung, die am Sonntagvormittag zum vierten Mal in Fulda stattfand, Kindern die Freude am Radfahren näherbringen und ihnen eine sichere und selbstständige Mobilität ermöglichen.



Die Kidical Mass ist eine von der Polizei geschützte Fahrradtour für Familien, Kinder und Freunde. Veranstaltet wird sie von der Verkehrswende Fulda – Regionalgruppe des VCD (Verkehrsclub Deutschland) und dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) Fulda. Das Ziel? Ein Bewusstsein dafür schaffen, dass besonders Kinder im Straßenverkehr noch immer stark gefährdet sind.

Mehr Fahrradwege und Tempolimits

"Diese Aktion wurde ins Leben gerufen, weil sich kleine Kinder bei uns im Straßenverkehr nicht sicher bewegen können", erklärte Dr. Harald Häuser-Mischlich vom ADFC. "Jeder sollte sich fragen: Würde ich mein Kind alleine mit dem Fahrrad in die Schule fahren lassen?" Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, werden jedes Jahr im Mai bundesweit Fahrraddemonstrationen veranstaltet. Die konkreten Forderungen: mehr Fahrradwege und Tempolimits, besonders vor Schulen und Kindergärten. Der Veranstalter betonte: "Die Autos sollen einfach langsamer fahren, damit die Risiken für alle kleiner werden und auch die Lärmbelastung minimiert wird. Die Leistungsfähigkeit der Straßen nimmt dadurch in der Regel kaum ab."

Über 100 Teilnehmer

Auch die hohe Teilnehmerzahl zeigte, wie wichtig vielen Eltern die Sicherheit im Straßenverkehr ist, doch auf die Umsetzung vieler Maßnahmen warten die Veranstalter bis jetzt vergeblich. "Die Stadt sagt, sie tut alles für mehr Sicherheit. In den letzten fünf Jahren wurde leider nur wenig umgesetzt", kritisierte Häuser-Mischlich abschließend. (pm/ Anna Weißenberger) +++

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