"Galerie der Aufklärung"
Ukraine, Corona, Iran: "Freie Menschen für Frieden" auf dem Bahnhofsvorplatz
Auf dem Bahnhofsvorplatz versammelten sich erneut Menschen, um gegen Krieg, Zwang und den Staat zu demonstrieren.
Fotos: O|N
02.05.2026 / FULDA -
Auf der Welt scheint es aktuell keinen ruhigen Fleck mehr zu geben. Kriege in der Ukraine, im Iran und der Konflikt zwischen Israel und Palästina sind täglich präsent und kaum zu übersehen, auch wenn man tausende Kilometer entfernt in seinen eigenen vier Wänden maximal indirekt davon betroffen ist. Aus diesem Grund sehen viele Bürger die Beteiligung Deutschlands an internationalen Konflikten kritisch.
Am Samstagnachmittag fand am Fuldaer Bahnhofsvorplatz erneut eine "Friedensdemo" statt – unterstrichen wurde die Veranstaltung durch verschiedene Redebeiträge und eine "Galerie der Aufklärung". Organisiert wurde die Aktion von der Bürgerinitiative "Bürgerinitiative für Frieden und Freiheit" sowie von den "Freien Menschen für Frieden". Mit einer "Galerie der Aufklärung" wurden über die Fußgängerzone hinweg diverse Grafiken gezeigt, die sich insbesondere auf Corona-Fallzahlen, mit den Impfungen verbundene Tode und ein "Versagen des Regierungsapparates" fokussierten.
Vor Ort versammelten sich neben kurz verweilenden Passanten nach Schätzung der Organisatoren rund 100 Personen. Die vor Ort stationierte Polizeistreife konnte keine genaue Anzahl von Teilnehmern durchgeben – angemeldet waren aber 250 Personen. Neben Rede-Beiträgen und Musik gab es zudem auch einen Verkaufsstand, bei dem bedruckte Taschen, T-Shirts und Anhänger erworben werden konnten.
Die regelmäßige Veranstaltung möchte nach Aussage von Organisatorin Petra Herchenröder vor allem dazu aufrufen, eigenständig zu denken, aber auch "Fragen zu stellen und die Freiheit zu nutzen, Maßnahmen auch abzulehnen". Laut ihrem Mann Bernd Herchenröder stünden aber auch die aktuellen Kriege in der Ukraine und aktuell auch im Iran in einem direkten Zusammenhang mit den Maßnahmen der Corona-Pandemie oder des Klimawandels – es handele sich dabei nach Herchenröders Aussage um einen "hybriden Krieg", der mit einer großen Menge an unterschiedlichen Themen die Menschheit belastet.
Der Standort am Bahnhof wird seit sechs Jahren regelmäßig gewählt, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Für die Zukunft wünschen sich die Eheleute Herchenröder, dass der Staat vor allem weniger in die Individualität der Menschen eingreift und dass ihre Ziele friedlich durchgesetzt werden. (pg) +++