Erneuter Waldbrand in der Nacht: 100 Einsatzkräfte kämpfen gegen das Feuer
Bei Romrod kam es in der Nacht erneut zu einem Waldbrand.
Foto: Feuerwehr Romrod
03.05.2026 / ROMROD -Und schon wieder schrillten die Sirenen in Romrod im Vogelsbergkreis: Nachdem es am 1. Mai bereits gegen Nachmittag zu einem größeren Einsatz der Feuerwehr in einem Waldstück nahe der B49 gekommen war, alarmierte die Leitstelle gegen 22:30 Uhr erneut. Hierbei handelte es sich wieder um die gleiche Stelle, die bereits gegen 15 Uhr brannte.
Am Nachmittag kam es bei dem Brand zu einer Sperrung der Bundesstraße 49 zwischen Romrod und Alsfeld. Dies war auch in der Nacht wieder der Fall. Ebenfalls zog wie bereits gegen 15 Uhr Rauch auf die A5 – beim zweiten Einsatz der Feuerwehr war der Brand zudem mit einer Fläche von etwa 60 mal 100 Metern weiter ausgedehnt als zuvor.
Unterstützung durch Drohne und DRK
Der Einsatz dauerte lange an und wurde zudem durch den Einsatz einer Drohne unterstützt, die während der Löscharbeiten noch weitere Glutnester im Boden entdeckte. Aus diesem Grund mussten die Löscharbeiten teilweise zurückgebaut und der Boden zusätzlich aufgelockert werden, um dem Löschwasser eine bessere Möglichkeit zu geben, in den Boden einzudringen.
Bei einem Waldbrand ist immer wieder die Wasserversorgung ein Problem. Volker Schwenzfeier, Pressesprecher der Feuerwehr Romrod, erklärte in diesem Zusammenhang, dass man durch die Erfahrungen vom Nachmittag, die Nähe zur Bundesstraße und die Unterstützung der Feuerwehren aus dem Umkreis das Konzept weiterentwickeln und nahezu perfektionieren konnte.Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Björn Müller beschrieb die Situation als eine besondere Herausforderung für die Feuerwehren der Schlossstadt. Er machte deutlich, dass der Einsatz sowohl personell als auch materiell stark belastend sei, insbesondere weil die Kräfte innerhalb kurzer Zeit erneut an derselben Stelle gefordert waren. Gleichzeitig hob er hervor, wie entscheidend eine reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten ist: "Zum zweiten Mal innerhalb weniger Stunden mussten wir an dieser Stelle tätig werden. Das kostet personelle Ressourcen und fordert auch unser Material erheblich. Umso wichtiger ist es, dass die Zusammenarbeit mit allen eingesetzten Kräften zuverlässig funktioniert."
Vor Ort waren rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Romrod, Alsfeld, Mücke, Schwalmtal, Ulrichstein, Lauterbach und Grünberg sowie des DRK inklusive Drohnenstaffel – auch die Versorgung der Einsatzkräfte und ein somit reibungsloser Ablauf konnten durch eine gute Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz gewährleistet werden.
Die beiden Brände bei Romrod zeigen somit erneut, dass die anhaltende Trockenheit einige Gefahren birgt, die nicht zu unterschätzen sind. Es gilt also: Gehen Sie in dieser Zeit besonders achtsam mit Feuer um, vor allem in der Nähe des Waldes, und vermeiden Sie insbesondere das sorglose Wegwerfen von Zigarettenstummeln oder Glas. (pg) +++