"Keine Ahnung wovon er spricht"

Ukraine, Iran, Einwanderung: Trump wirft Merz mangelnde Kompetenz vor

Donald Trump hat deutliche Worte gegenüber Bundeskanzler geäußert.
Foto: Wikimedia / Gage Skidmore

01.05.2026 / WASHINGTON/BERLIN - Seit Beginn des Iran-Krieges gehen die Meinungen über einen Einsatz von NATO-Truppen im Kriegsgebiet weiterhin auseinander. Insbesondere zwischen den USA und den NATO-Staaten gibt es Unstimmigkeiten darüber, wie mit der blockierten Straße von Hormus verfahren werden soll. US-Präsident Donald Trump kritisierte in der Vergangenheit, dass Verbündete, unter anderem Deutschland, nicht ihre Marinen in Richtung des Irans schicken, um die Meerenge zu räumen.



Der Präsident der Vereinigten Staaten fand nun deutliche Worte für Bundeskanzler Friedrich Merz: Er habe "keine Ahnung, wovon er spricht", schrieb der US-Präsident auf seiner Plattform "Truth Social". "Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht", teilte er weiterhin aus.

Trump wettert weiter gegen Merz - Boris Rhein sieht möglichen US-Truppenabzug kritisch

Doch die Anfeindungen gegen den Bundeskanzler hören nicht auf: "Der deutsche Bundeskanzler sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden (wo er bisher völlig wirkungslos geblieben ist!) und sein angeschlagenes Land wieder in Ordnung zu bringen, insbesondere in den Bereichen Einwanderung und Energie", schrieb Trump weiterhin auf seiner Social-Media-Plattform.

In diesem Zusammenhang steht aktuell möglicherweise auch ein Abzug von in Deutschland stationierten US-Truppen im Raum. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) warnte hierbei vor kurzfristigen und überstürzten politischen Entscheidungen. Laut ihm sei das amerikanische Militär entscheidend für die Sicherheit Europas. "Ich gehe deshalb davon aus, dass der Abzug der US-Truppen sehr genau überdacht wird – für Hessen als das amerikanischste Bundesland Deutschlands ist das ganz besonders wichtig", erklärte Rhein gegenüber der BILD.

Aktuell ist noch unklar, wann sich Deutschland tatsächlich in der Straße von Hormus beteiligt. Aktuell schließt Kanzler Merz eine Beteiligung nicht gänzlich aus – Deutschland sei nämlich bereit, einen Beitrag zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu leisten. "Das kann nach Ende der Kampfhandlungen einen Einsatz der Bundeswehr im Rahmen einer internationalen Operation umfassen, sobald hierfür auch eine sichere Rechtsgrundlage besteht", so Merz. (pg) +++

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