Weiterer Schritt im Modellprojekt
"Foll smart" online: in Echtzeit freie Parkplätze und Verkehrsstaus beobachten
Fotos: Stadt Fulda
01.05.2026 / FULDA -
Fulda zählt zu den beiden hessischen Kommunen, die beim Thema Smart City besonders weit voraus sind. Im Rahmen des Modellprojekts "Smarte Infrastruktur Straßenbeleuchtung", das über das Landesprogramm zur Förderung der Energieeffizienz und erneuerbarer Energien unterstützt wird, hat die Stadt insgesamt 688 Straßenleuchten modernisiert und zusätzlich zahlreiche Sensoren installiert. Diese erfassen Daten aus verschiedenen Bereichen der städtischen Infrastruktur und führen sie auf einer zentralen Plattform zusammen.
Diese Plattform ist nun unter dem Namen "Foll smart" erstmals auch öffentlich zugänglich. Bürgerinnen und Bürger können dort ab sofort in Echtzeit unter anderem die aktuelle Verkehrslage auf bestimmten Straßen oder die Verfügbarkeit freier Parkplätze in einzelnen Straßenzügen einsehen.
Je nach Verkehrslage wird die Beleuchtung angepasst
Das Smart-City-Modellprojekt in Fulda läuft bereits seit Mitte 2024. Wesentliche Ziele wurden bereits erreicht: Durch den Einsatz von energieeffizienter LED-Technologie konnte eine Reduktion des Stromverbrauchs bei der Straßenbeleuchtung im Fördergebiet erreicht werden – das Einsparpotenzial: bis zu 79 Prozent gegenüber herkömmlichen Beleuchtungssystemen Im Betrieb ist auch schon die intelligente Steuerung der Straßenlaternen: Je nach Verkehrslage wird die Beleuchtung angepasst. Auch dadurch lässt sich der Energieverbrauch und damit letztlich auch der CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren. Besonderes Augenmerk legt die "Sternenstadt" dabei auch auf eine Minimierung der Lichtverschmutzung.Erreicht wurde dies durch die Installation von rund 25 smarten Verkehrssensoren entlang wichtiger Hauptverkehrsstraßen im Fördergebiet. Diese erfassen den Verkehrsfluss in Echtzeit und liefern die Datenbasis, um die Straßenbeleuchtung intelligent zu steuern. Zudem können die Schaltungen der Lichtsignalanlagen dynamisch angepasst und "Grüne Wellen" der Ampeln auf bestimmten Verkehrsachsen gezielt optimiert werden.
Überblick mit "Foll Smart"
Doch "Foll smart" ist noch breiter aufgestellt: Schließlich wurden auch Sensoren für Temperatur und Bodenfeuchte, aber auch für den jeweiligen Füllstand in ausgewählten Altglas- und Altpapiercontainern installiert. Per Funk werden die Daten an eine zentrale Urbane Datenplattform (UDP) übermittelt und lassen sich ebenfalls online abrufen. Das Dashboard "Foll smart" verrät dann auf einen Blick, ob auf meinem Heimweg freie Fahrt, zähfließender Verkehr oder Stau herrscht oder welcher Container am besten angesteuert werden sollte, weil er noch freie Kapazitäten für Altglas oder Altpapier hat.