Ver.di möchte Druck auf Arbeitgeber erhöhen

Tarifkonflikt spitzt sich zu: Telekom-Beschäftigte legen Arbeit in Domstadt nieder

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Telekom hat die Gewerkschaft ver.di für den heutigen Donnerstag die Beschäftigten am Standort Fulda zum Warnstreik aufgerufen.
Fotos: Rene Kunze

30.04.2026 / FULDA - Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Telekom hat die Gewerkschaft ver.di für den heutigen Donnerstag die Beschäftigten am Standort Fulda zum Warnstreik aufgerufen. Ab 8 Uhr versammeln sich die Mitarbeitenden zu einer Kundgebung vor dem Telekom-Gebäude in der Eigilstraße, bevor ein Demonstrationszug zum Streiklokal führt.



Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für rund 70.000 Beschäftigte. Ver.di möchte, dass die Beschäftigten der Telekom mehr Geld bekommen, weil die Lebenshaltungskosten weiter steigen. Die Gewerkschaft fordert 6,6 Prozent mehr Lohn, zusätzliche Bonuszahlungen nur für ver.di‑Mitglieder sowie höhere Vergütungen für Auszubildende und dual Studierende. Außerdem will ver.di sichere Arbeitsplätze ohne betriebsbedingte Kündigungen und bessere Zukunftsperspektiven für junge Menschen im Unternehmen.


Wolfgang Zimmermann, Vorsitzender der ver.di-Betriebsgruppe Telekom-Osthessen, sagte am Donnerstagmorgen: "Und so werden wir es nicht hinnehmen, wenn das Management aus Rekordumsätzen und Rekordergebnissen nur Rekorddividenden für Aktionäre ableitet und diese über die berechtigten Forderungen von uns Beschäftigten stellt. Die Telekom ist mittlerweile eines der wertvollsten Unternehmen im DAX und hat wirtschaftlich starke Ergebnisse. Die Telekom hat im Jahr 2024 und auch im Jahr 2025 jeweils Rekordergebnisse abgeliefert. Die haben wir erwirtschaftet, liebe Kolleginnen und Kollegen - und das muss sich auch bei uns im Geldbeutel deutlich bemerkbar machen!"

Seine Ansprache beendete er mit dem Aufruf, Lärm zu machen. "Und ja, macht ein bisschen krach, damit man uns nicht nur sieht, sondern auch hört." (mis) +++

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