So steht es um den Luftverkehr

Energiepreise steigen weiter: Wird der Sommerurlaub jetzt unbezahlbar?

Kann man sich Flugreisen in diesem Sommer noch leisten?
Archivbild: O|N / Marvin Myketin

29.04.2026 / REGION - Der Sommer steht vor der Tür: Das heißt für viele auch, dass die Urlaubsplanung ansteht - "Wo geht es in diesem Jahr in den Sommerferien hin? Fliegen wir, fahren wir?". Doch in diesem Jahr werden diese Fragen von einer angespannten Lage auf den Energiemärkten überschattet. Hintergrund sind internationale Konflikte und die damit einhergehende Energiekrise.



Besonders im Fokus steht neben den hohen Spritpreisen aktuell auch die Versorgung mit Kerosin, dem Treibstoff für die Luftfahrt. Durch die Blockade wichtiger Transportwege im Nahen Osten sowie Einschränkungen bei Pipelines nach Deutschland gerät der Markt unter Druck. Zwar ist die Versorgung nach Angaben der Bundesregierung derzeit gesichert, doch die Preise sind deutlich gestiegen.

Kerosin deutlich teurer - der Urlaub auch?

Seit Beginn der jüngsten Krise haben sich die Preise für Flugtreibstoff mehr als verdoppelt. Eine Tonne Kerosin kostet aktuell rund 1.800 US-Dollar. Grund dafür ist unter anderem, dass ein Teil der Lieferungen aus dem Nahen Osten stammt und durch die Blockade wichtiger Seewege, wie der Straße von Hormus, auf dem Weltmarkt fehlt.

Für Urlauber bedeutet das bislang aber noch keine drastischen Einschnitte. Viele Fluggesellschaften haben sich langfristig abgesichert, sodass steigende Kosten noch nicht vollständig an die Passagiere weitergegeben werden. Das heißt: In den nächsten Sommermonaten dürften die Ticketpreise noch im Rahmen bleiben. Unbezahlbar ist der Urlaub (noch) nicht. Neben Flugpreisen drücken aber zusätzlich auch steigende Energie- und Transportkosten insgesamt auf die Reisekasse.

Versorgung aktuell noch stabil

Trotz der angespannten Lage sehen Experten derzeit keine akute Knappheit. Deutschland verfügt über ausreichende Reserven und Importmöglichkeiten. Auch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betonte zuletzt, dass die Versorgung gesichert sei. Allerdings warnen Fachleute vor möglichen Risiken. Sollte es längerfristig zu Lieferausfällen kommen, könnte sich die Situation verschärfen.

Die Folgen sind dennoch bereits spürbar: Die Lufthansa hat angekündigt, bis Oktober rund 20.000 Flüge zu streichen - auch wegen der gestiegenen Kosten für Treibstoff. Für Urlauber wächst damit die Unsicherheit: Wie verlässlich sind gebuchte Flüge noch?

Flugausfälle häufen sich

Einzelne Flugausfälle sind nicht ausgeschlossen, etwa wenn Airlines kurzfristig auf Engpässe reagieren müssen oder Krisengebiete umfliegen müssen. Für Reisende gilt: In solchen Fällen müssen Fluggesellschaften in der Regel Ersatz anbieten oder Tickets erstatten.

Für Reisende heißt das: Der Sommerurlaub ist nicht in Gefahr, könnte aber teurer werden, je später man bucht - denn die weltpolitische Lage verändert sich derzeit im Minutentakt. (ems) +++

Chaos auf den Flugtafeln ist seit Beginn der Nahost-Krisen nichts Ungewöhnliches mehr.

Lufthansa hat bereits zahlreiche Flüge gestrichen.

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