Aktion gegen Elterntaxis
Zitronen statt Knöllchen: Schüler sorgen für mehr Sicherheit im Schulviertel
Fotos: O|N / Marvin Myketin
22.04.2026 / PETERSBERG -
Hohes Verkehrsaufkommen, gestresste Eltern und gefährliche Situationen für Kinder: Im Petersberger Schulviertel spitzt sich die Lage besonders zu den Stoßzeiten am Morgen immer weiter zu. Mit einer kreativen Aktion wollten Gemeinde, Schulen und die Kreisverkehrswacht am Mittwochmorgen nun gegensteuern.
Kreative Maßnahme: süß-saure "Strafzettel"
Genau hier setzt die Aktion im Watscheweg an, einem verkehrsberuhigten Bereich. Statt klassischer Kontrollen gab es am Mittwochmorgen jedoch eine besondere Maßnahme: "Wir blitzen, verteilen aber keine echten Strafzettel, sondern Zitronen, weil wir sauer sind", so Brandes. Vier Schulen, viele Autos - Anwohner schlagen Alarm
Dass Handlungsbedarf besteht, bestätigt auch Pressesprecher Sebastian Kircher. Im betroffenen Gebiet befinden sich gleich mehrere Schulen, darunter die Lutherschule, die Rauschenbergschule sowie das Kompetenzzentrum für Sprache und Erziehung. "Diese kleinen Anwohnerstraßen sind dafür eigentlich nicht ausgelegt", so Kircher. Vor allem zu Bring- und Abholzeiten komme es zu starkem Verkehr, Falschparkern und teils blockierten Wegen. Verkehrserziehung bei Eltern entscheidend
Auch die Kreisverkehrswacht sieht vor allem die Eltern in der Verantwortung. "Viele bringen ihre Kinder mit dem Auto, weil sie glauben, dass das sicherer sei", erklärt der Vorsitzende Gerhard Brink. Tatsächlich passierten jedoch viele Unfälle genau in diesem Zusammenhang. Sein Appell: Kinder sollten möglichst zu Fuß zur Schule gehen. "So werden sie selbstständiger, erleben ihren Schulweg bewusster und kommen oft sogar fitter an."