Geschichtsverein leistet wertvolle Arbeit
Kinkel zu Besuch: Grünes Band verbindet Erinnerungskultur und Naturschutz
Foto: Bündnis 90/Die Grünen
14.04.2026 / BAD HERSFELD -
Gemeinsam mit ihrer Kollegin Vanessa Gronemann hat die Wildecker Landtagsabgeordnete Kaya Kinkel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) das Grüne Band, das Grenzmuseum und einen Teil des Grenzlehrpfades in Obersuhl (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) besucht. Die Führung wurde von Jürgen Gießler vom Wildecker Geschichtsverein durchgeführt, der dies allen Interessierten anbietet. Der Gebietsmanager für das Grüne Band, Jörg Klingelhöfer erläuterte die Bedeutung des fast 1400 km langen Grünen Bands für den Naturschutz.
Am Grenzlehrpfad wird die Geschichte der ehemaligen innerdeutschen Grenze auf eindrucksvolle Weise sichtbar – unter anderem durch erhaltene Grenzanlagen, Zeitzeugnisse und persönliche Geschichten. "Zwischen ehemaligen Grenzzäunen und Wachtürmen wird deutlich, wie einschneidend die Teilung Deutschlands für viele Menschen war. Orte wie dieser machen Geschichte greifbar und bewahren die Erinnerung an Einzelschicksale", so Kinkel.
Ein einzigartiger Naturraum
Gleichzeitig hat sich das ehemalige Grenzgebiet über Jahrzehnte zu einem einzigartigen Naturraum entwickelt. Das sogenannte Grüne Band ist heute ein wertvoller Biotopverbund, der zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum bietet. In Hessen wurde mit dem "Grünen Band Gesetz" ein wichtiger Rahmen geschaffen, um diesen besonderen Naturraum dauerhaft zu sichern.Kritisch bewerten Kinkel und Gronemann jedoch die aktuell geplanten Änderungen an diesem Gesetz: "Das Grüne Band steht beispielhaft dafür, wie Erinnerungskultur und Naturschutz zusammenwirken können. Umso wichtiger ist es, diesen Schutz nicht zu schwächen, sondern weiter zu stärken."
Wildecker Verein als Vorzeigebeispiel
Besonders hob Kinkel die Arbeit des Wildecker Geschichtsvereins hervor, der den Grenzlehrpfad in Obersuhl betreut: "Das Engagement der Ehrenamtlichen ist unverzichtbar. Mit viel Einsatz und großer Sorgfalt halten sie die Geschichte lebendig und machen sie für Besucherinnen und Besucher erfahrbar. Ohne diese Arbeit würden viele Orte und Geschichten in Vergessenheit geraten."