Auftakt zur Motorradsaison: Verstärkte Kontrollen mit positivem Ergebnis
Nach den Kontrollen zum Auftakt der Zweiradsaison auf dem Hoherodskopf zieht die Polizei Osthessen ein positives Fazit.
Fotos: Philipp Gerhard
13.04.2026 / SCHOTTEN -Während vielerorts die ersten Motorräder entstaubt und auf die Straße geschickt werden, birgt der Auftakt zur Zweiradsaison auch besondere Gefahren. Speziell im wechselhaften April kann die Witterung auf den Straßen unberechenbar sein. Deswegen hat das Polizeipräsidium Osthessen verstärkte Kontrollen rund um den Hoherodskopf angekündigt und Präventionsstände organisiert, um über Gefahren im Straßenverkehr aufzuklären.
Erst vergangenen Sonntag ereignete sich ein Unfall am Hoherodskopf, bei dem ein 35-Jähriger tödlich verunglückte (OSTHESSEN|NEWS berichtete). Mit besonderer Sensibilität wurde dementsprechend gelasert, kontrolliert und vor allem aufgeklärt – Interessierte konnten beispielsweise auch ihr eigenes Reaktionsvermögen testen.
Polizei verzeichnete keine größeren Verstöße
Obwohl der Fokus klar auf Zweiräder gelegt wurde, ließen sich kaum Motorradfahrer blicken, was dem suboptimalen und wolkigen Wetter geschuldet sein könnte. Dennoch kontrollierten die Beamten einige Fahrzeuge, ganz gleich ob mit vier oder zwei Rädern. Dabei wurden kaum nennenswerte Verstöße festgestellt. Lediglich vereinzelte Geschwindigkeitsüberschreitungen führten zu Bußgeldern von rund 30 Euro – somit konnte ein positives Fazit von Seiten der Beamten gezogen werden.
Doch auch wenn die festgestellten Verstöße vergleichsweise gering ausfielen, bleibt Prävention noch immer die wichtigste Maßnahme, um Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten und Unfälle zu vermeiden. "Mitunter haben wir drei große Faktoren, die zu schweren oder teilweise tödlichen Unfällen führen: überhöhte Geschwindigkeiten, geringe Sicherheitsabstände und Überholen trotz unklarer Verkehrslage", erklärte Sandra Hanke, Sprecherin des Polizeipräsidiums Osthessen, im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Dementsprechend sei es besonders wichtig, darauf aufmerksam zu machen und Aufklärungsarbeit zu leisten.
Spannende Infostände klärten präventiv auf und schulten für den Ernstfall
Nicht nur das Polizeipräsidium Osthessen klärte am Hoherodskopf alle Interessierten über Gefahren im Straßenverkehr auf. Auch die Bergwacht Schotten und die Verkehrswacht Vogelsbergkreis leisteten wichtige Arbeit an ihren Infoständen. Bei der Bergwacht bot sich die Möglichkeit für einen kleinen Erste-Hilfe-Kurs in abgespeckter Version. Dabei wurden Wiederbelebungsmaßnahmen und auch das Abnehmen eines Motorradhelms in den Vordergrund gerückt.
Die Verkehrswacht Vogelsberg engagiert sich ehrenamtlich für fahrsicherheitstechnische Bildung und testete mit ihrem Präventionsstand unter anderem die Reaktionsfähigkeit und Sehstärke von Verkehrsteilnehmern. Auch wurde ein Parcours aufgebaut, der mit einer Brille, die den Einfluss von Alkohol simulieren sollte, durchlaufen werden musste. Hierbei wurde klar, wie gefährlich Unachtsamkeit und fahrlässiges Verhalten im Straßenverkehr werden können.
Die Kontrollen verliefen also ruhig und ohne besondere Vorkommnisse, so wie man es sich als Polizist, aber auch als Verkehrsteilnehmer wünscht. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Trend sich über die nächsten hoffentlich sonnigen Wochen und Monate fortsetzen kann und dass vor allem die Präventionsstände ihren gewünschten Effekt erzielen können. (pg)+++