Spritpreis-Streit eskaliert:
Heftiger Koalitionskrach: Reiche geht auf Klingbeil los – Merz greift ein
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10.04.2026 / BERLIN -
Die Diskussion um steigende Spritpreise entwickelt sich in Berlin zunehmend zum offenen Machtkampf innerhalb der Bundesregierung. Ausgerechnet bei einem Krisentreffen von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) kam es nun zum Eklat - ausgelöst durch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).
Während Klingbeil Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Wissenschaft zu einem Austausch über die Folgen des Iran-Kriegs eingeladen hatte, setzte Reiche ein deutliches Gegensignal - und das öffentlich.
Streit über den richtigen Kurs
Hintergrund des Konflikts ist die Frage, wie Bürger und Wirtschaft angesichts steigender Energiepreise entlastet werden können. Während Klingbeil unter anderem eine Übergewinnsteuer ins Spiel bringt, setzt Reiche auf steuerliche Entlastungen wie eine höhere Pendlerpauschale und niedrigere Abgaben für Diesel.Die unterschiedlichen Ansätze sorgen zunehmend für Unruhe - nicht nur innerhalb der Regierung, sondern auch in der Wirtschaft. Dort wächst die Kritik am fehlenden einheitlichen Kurs.
SPD reagiert empört
Die Reaktion aus der SPD ließ nicht lange auf sich warten. Der parlamentarische Geschäftsführer Dirk Wiese zeigte sich deutlich irritiert und erklärte, die Aussagen der Ministerin seien "sehr befremdlich". Zudem stellten sie "massiv das Miteinander dieser Koalition infrage". Merz mahnt zur Geschlossenheit
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz schaltete sich ein und reagierte verärgert auf den öffentlichen Schlagabtausch. Aus seinem Umfeld hieß es, der Kanzler sei "befremdet über den öffentlichen Schlagabtausch und mahnt Ministerin Reiche zur Zurückhaltung", so die BILD. Zugleich machte Merz deutlich, worum es jetzt gehen müsse: "Es gehe jetzt um das Land, nicht um Parteibefindlichkeiten." (Constantin von Butler) +++